Archives August 2019

Autohaus Dietz- Mobilität im Alltag

Mobilität im Alltag ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit geworden. Passend zu diesem Thema, durfte ich in dieser Woche, als Jobentdeckerin beim Autohaus Dietz, in den Beruf des „Automobilkaufmanns“, bzw. der „Automobilkauffrau“, sowie in die Arbeit im Freizeitcenter reinschnuppern. Diesen Berufsfeldern liegt die Mobilität quasi zugrunde.

Das Autohaus Dietz existiert bereits seit den 1960- Jahren. Die Brüder Heinz und Jürgen Dietz führen die Firma mittlerweile bereits in der zweiten Generation sehr erfolgreich weiter. Neben der eigentlichen KFZ- Werkstatt und Lackiererei, in der Jule zu Beginn der Sommerferien bereits als Jobentdeckerin unterwegs war, gibt es auch noch eine eigene Tankstelle, einen Freizeitcenter, der sich auf Reisemobile spezialisiert hat, sowie einen neuen Ausstellungsraum für die Autos der Firma Opel, der erst 2019 fertiggestellt wurde.

Meine Arbeitstage gingen jeweils von 8:00- 17:00 Uhr. Am ersten Tag führte mich Christina Heim erstmal über das ganze Firmengelände und zeigte mir die oben genannten Bereiche. Meinen ersten Arbeitstag verbrachte ich am Arbeitsplatz des Verkaufsleiters Johannes Rödel. Ihm durfte ich bei seiner Arbeit als gelernter Automobilkaufmann, mal über die Schulter schauen. Nach einer kurzen Einführung in die verschiedenen Arbeiten ging es auch schon los und der erste Kunde kam. Die Aufgaben des Automobilkaufmanns sind es, zusammen mit dem Kunden ein passendes Auto zu finden und einen entsprechenden Finanzierungsplan dafür auszuarbeiten. Dank Online- Programmen ist leicht einsehbar, welche Autos momentan verfügbar sind, oder was die alten Autos der Kunden wert sind. Auch Informationen zur Ausstattung oder Technik der Wägen sind leicht zu bekommen. Die meisten Kunden, die ein Auto kaufen, waren bereits vorher schon ein paar Mal im Autohaus, um sich beraten zu lassen, sich verschiedene Autos anzusehen, oder einmal Probe zu fahren. Viele Kunden informieren sich heutzutage aber zuvor bereits im Internet. Einige der Käufer möchten ihren alten Wagen gerne in Zahlung geben und den Gewinn davon auf das neue Auto anrechnen lassen. Hier ist es die Aufgabe des Verkäufers einen möglichst zufriedenstellenden Erlös des Autos, dem Kunden anzubieten. Bei der Arbeit ist also vor allem Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Kunden gefragt.

Die Ausbildung zum Automobilkaufmann bzw. zur Automobilkauffrau dauert 3 Jahre. Eine solche Ausbildung kann ich jedem empfehlen, der sich für Autos und die dazugehörige Technik interessiert und gerne mit Menschen im direkten Kontakt zusammenarbeitet. Als weitere Fähigkeiten sind Planung und Kalkulation gefragt, sowie das Anpassen auf immer neue Situationen, denn nicht jeder Autoverkauf läuft immer gleich ab. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man zwischen 500-890€ bis zum dritten Ausbildung Jahr kann sich das Gehalt auf bis zu 1120€ steigern.

Meinen zweiten Arbeitstag habe ich im Freizeitcenter des Autohauses, in der Reisemobilvermietung bei Martina Baum verbracht. Martina kümmert sich vor allem um die Vermietung und Buchungen der 15 Wohnmobile. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Arbeit mit Kunden, entweder am Telefon oder persönlich. Ein Kundentermin bezüglich einer Wohnmobilvermietung läuft folgendermaßen ab: Der Kunde wird zuerst einmal über verschiedenen Bedingungen bezüglich der Wohnmobilvermietung aufgeklärt und unterschreibt dann verschiedene Dokumente, wie die Datenschutzerklärung und den Mietvertrag. Im Anschluss daran geht es raus zum Wohnmobil. Martina erklärt den Kunden die verschiedenen Funktionen im und außerhalb des Reisemobils. Danach wird das Fahrzeug noch auf Kratzer, Dellen oder sonstige Mängel geprüft, bevor es für den Kunden endlich los in den Urlaub gehen kann.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Arbeit im Autohaus sehr abwechslungsreich ist, da man immer wieder mit verschiedenen Kunden zu tun hat und keine Übergabe, oder kein Verkauf gleich ist. Ich durfte zwei spannende Tage erleben, in denen ich einen guten Einblick in die verschiedenen Aufgaben der Mitarbeiter erhalten habe.


BRK – Helfen, wo Hilfe gebraucht wird

Meine zwei Tage als Jobentdeckerin beim Bayerischen Roten Kreuz sind nun auch wieder zu Ende. Am ersten Tag, als hätte die Spannung, in ein neues Berufsfeld zu schnuppern nicht gereicht, kam auch noch der BR, um einen Film über das Projekt „Jobentdecker“ beim BRK zu drehen.

Nachdem die ganze Sache abgehakt war, ging´s für mich dann in dem „neuen Beruf“ erst richtig los. Eigentlich war ich für meine zwei Tage beim Krankentransport eingeteilt, doch ich durfte auch in der Notfallrettung mitfahren!

Als mir das gesagt wurde, war das Adrenalin sofort zu 100% da, ich meine, wer hat noch nie davon geträumt, einmal im Leben im Rettungswagen mit Blaulicht und Sirene mitzufahren – ohne der Patient zu sein, natürlich!?!

So war es dann also: In kompletter Arbeitskleidung ging´s erstmal für mich und die Kollegen in den Aufenthaltsraum, wo bei Kaffee und guter Laune auf den Alarm „gewartet“ wird. Als ich das hörte, dachte ich an einen entspannten Arbeitstag, doch die Realität sieht dann ganz anders aus. Bald „meldete“ sich nämlich auch schon das Funkgerät und es ging los. Von 0 auf 100 muss ein Rettungssanitäter bereit sein. Kein Toilettengang, keine leere Tasse und auch keine Zeit zum mentalen Vorbereiten, sondern ab ins Auto und los geht´s.

So war es dann auch für uns. So schnell wie möglich hieß es Sachen packen und losfahren. Angekommen am Einsatzort wurden die Patienten untersucht, Medikamente verabreicht und Berichte geschrieben (heutzutage natürlich digital). Von dort aus ging´s ins Krankenhaus, wo wir sie in gute Hände weiter gegeben haben. Wieder am Rettungswagen, war Trage putzen, Protokoll fertig schreiben und mental wieder zu Ruhe kommen angesagt. Vom Einsatz kam ich mit gemischten Gefühlen zurück.

Einerseits finde ich den Beruf aufregend und super spannend, jeden Tag etwas Anderes zu erleben und nie zu wissen, was einen heute erwartet. Menschen in Not zu helfen, ist ein weiterer positiver Grund, eine Ausbildung als Rettungssanitäter zu beginnen. Andererseits glaube ich, ist es auch wichtig, mal eine Zeit lang Praktikum davor in diesem Berufsfeld gemacht zu haben. Ich dachte nämlich auch, mit so etwas komme ich leicht zurecht und obwohl unser Einsatz vermutlich nichts super Außergewöhnliches war, fand ich es schon hart, Menschen so leiden zu sehen. Aber die Erfahrung prägt, und es lohnt sich, das mal erlebt zu haben!!

Ich würde allen Interessierten sofort ein Praktikum empfehlen, es war echt interessant und aufregend! Zurück vom Einsatz wurden mir die verschiedenen Bereiche des BRKs von Natascha Endres, Leiterin Personal, vorgestellt. Bayerisches Rotes Kreuz haben sicherlich alle von euch schon mal gehört, doch dass da echt viel dahintersteckt, wissen vermutlich schon weniger. Mit 1326 aktiven Rotkreuzlern, 11516 Fördermitgliedern, 239 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 187 Geringfügig Beschäftigte, 29 Auszubildenden/Praktikanten und 15 FSJ´lern/Bufdis schon allein im Kreisverband Haßberge ist es eine sehr große Gemeinschaft von Menschen für Menschen. Außerdem kann man sich beim BRK in vielen Bereichen ehrenamtlich engagieren, z.B. in der Wasserwacht, beim Jugendrotkreuz oder der Rettungshundestaffel. Jugendsozialarbeit an Schulen, offene Ganztagsschulen und Sprachkurse sind Beispiele für weitere Arbeitsfelder beim BRK (genauere Infos unter http://www.kvhassberge.brk.de).

So ging dann auch mein erster Tag schon zu Ende und ich startete voller Vorfreude in den zweiten. An diesem Tag dann, wie geplant, mit dem Krankentransport. Hier werden kranke, alte oder körperlich eingeschränkte Menschen von Altenheimen oder ihrem Zuhause ins Krankenhaus, von dort aus wieder heim oder in spezielle Kliniken gefahren, wenn sie selbst nicht/nicht mehr fähig dazu sind. Der erste Auftrag ging ein und von da ab ging´s im ganzen Landkreis Haßberge von einem Ort zum anderen. Immer wieder mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen und ihnen zu helfen, sind, finde ich, gute Gründe, diese Arbeit durchzuführen. Erfahrungen mit schwierigen Zeiten des Lebens sind im Krankentransport sowie in der Notfallrettung Alltag, das muss man verarbeiten können, doch wenn man das Ganze nicht zu sehr an sich ran lässt, sind es echt super aufregende, abwechslungsreiche und herausfordernde Berufe!! Eine Ausbildung, ein FSJ, Bufdi oder Praktikum beim BRK lohnen sich. Selbst wenn einem diese zwei Bereiche zu nervenkitzelnd sind, bietet das Rote Kreuz noch viele weitere spannende Berufsbilder an, informiert euch!!(Website von oben)

Mir haben meine zwei Tage super gefallen! Die freundliche und schnelle Aufnahme im Team, der Nervenkitzel und die Hilfe für andere Menschen haben die zwei Tage zu unvergesslichen Tagen gemacht. Danke an das BRK und das Team!!


Das Bayerische Rote Kreuz

Und auch meine vorletze Woche als Jobentdeckerin ist zu Ende gegangen. Diese Woche durfte ich beim Bayrischen Roten Kreuz „hinter die Kulissen“ schnuppern.

Habt ihr gewusst, dass das BRK nicht nur Rettungsdienst sind? Ich durfte meine Tage in einer Ferienbetreuung verbringen, welche auch vom BRK ausgeht. Vorab muss ich sagen, dass ich aufgrund des Datenschutzes nicht viele Bilder machen konnte, weil nur wenige Eltern mit der Veröffentlichung einverstanden waren.

Ich denke viele von euch kennen sich schon ein bisschen mit Ferienprogrammen aus. Kinder bespaßen, basteln und spielen.Dies muss einer Person natürlich erstmal gefallen. Den ganzen Tag von Kindern umgeben. Mir macht sowas Gott sei Dank viel Spaß. Beim Vorstellungsgespräch, bei welchem ich mich bereits mit Mitarbeitern des BRK unterhalten habe, habe ich vorab den Wunsch geäußert, dass ich mich für die Ferienbetreuung interessiere.

So kam es dann auch und ich bin Dienstag früh um 8 Uhr im Gebäude der Mittagsbetreuung in Hassfurt eingetroffen. Die Kinder, welche schon dort waren, schienen sehr offen und zuvorkommend. Randinformation: Kids zwischen 6 & 13 dürfen das Ferienprogramm in Hassfurt besuchen. Das Thema der Woche war das Mittelalter, auf dies wurde das Programm aufgebaut.

Am ersten Tag bastelten die Kinder Kronen und Hüte für echte Burgfräulein. Am zweiten Tag durften die Kinder wie im Mittelalter essen. Eine Situation, mit welcher man erstmal „klar kommen“ muss. Alle wollen, dass man sich neben sie setzt, schmatzen wie die Weltmeister und sie rülpsen permanent in deine Richtung. Würde dich das stören? Außerdem wurde das Thema am 2. Tag auch durch ein Lagerfeuer, um welches Marshmellows gebrutzelt wurden, aufgegriffen.

Was mir besonders an dieser Woche gefallen hat war, dass die Zeit (8-16Uhr) erstaunlich schnell vorbeiging. Man hatte immer was zutun, egal ob Schach spielen, Zauberwürfel lösen oder einfach mal aufpassen, es ist immer was geboten. Außerdem finde ich es erstaunlich, dass die 5 Betreuer das Essen jeden Tag, mit den Kindern zusammen, selbst zubereiten. Neben dem Mittagessen werden auch Kekse und andere Leckereien gebacken. Das gekochte Mittagessen ist auch nicht, wie man sich dies vielleicht vorstellt. Kein Kantinen Essen, zu wessen Verzehr man fast gezwungen werden muss. Döner gab es am ersten Tag! Von Brot bis Soße, alles selbst gemacht. Die Kinder bereiten den Teig vor und stampfen sogar die Knoblauchzehen.

Hört euch mal ein bisschen rum, es gibt so viele Ferienprogramme, bei welchen man mit Sicherheit mal reinschnuppern kann. Auch Freiwillige Jahre können bei solchen Betreuungen absolviert werden. Wenn ihr an der Arbeit mit Kindern interessiert seid, gibt es da viele Möglichkeiten auch in anderen Regionen und kleinen Dörfern.


Ein tierischer Spaziergang

Nach einer arbeitsreichen Woche ging es für Jule und mich gestern zu einem tierischen Freizeitangebot in unserer Region.

Die Tiere, um die es sich handelt, sind auf dem Lipka- Hof in Weißbrunn zu Hause. Aus ihrem sehr weichen Fell, in das man sich am liebsten hineinlegen möchte, werden verschiedene Kleidungsstücke wie Socken, Mützen, Handschuhe, aber auch Pullover und T-Shirts gefertigt. Die Produkte sind gerade deswegen so beliebt, weil sie Schweißgeruch nicht aufnehmen und das Schwitzen verringern, bzw. starkes Schwitzen vermeiden. Das Tier, welches aus der Familie der Kamele stammt, kommt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Die Lebenserwartung liegt bei 20 -25 Jahren. Die langen dünnen Beine, sowie ein langer dünner Hals, sind äußere Merkmale dieser Tiere.

Um welches Tier handelt es sich nur?

 Die richtige Antwort ist, das Alpaka.

Für uns beide ging es in dieser Woche also zu einer Alpaka- Trekking Tour, in der Nähe des Steigerwalds, bei der man mit flauschigen Alpakas spazieren geht. Zuerst durften wir die süßen Tiere kennenlernen und natürlich die Alpakas auch uns. Damit jeder weiß, mit wem man es zu tun hat. Als Alpaka- Führer, erhielt jeder ein Alpaka für die Wanderung zugeteilt. Ich hatte Cookie. Er hat dunkelbraunes Fell und ist mit einem Stockmaß von ungefähr 80 cm noch relativ klein. Im Laufe der Jahre erreichen Alpakas ein Stockmaß von ungefähr 100 cm und ein Gewicht zwischen 50-70kg. 

Zwischen Jule und ihrem Alpaka Pulli, beide hatten ungefähr dieselbe Haar-bzw. Fellfarbe, war es quasi Liebe auf dem ersten Blick.                                 Zu beginn der Wanderung, ging es an einem Weg entlang, an dem relativ viel saftiges Gras wächst, für die Alpakas ein absolutes Paradies. Ans weiterlaufen war da vorerst gar nicht zu denken. Alle Alpakas bevorzugen es, lieber stehenzubleiben und zu futtern, anstatt weiterzugehen. Die Hauptnahrungsquellen der Tiere sind Wasser, Gras und Heu. Alpakas sind relativ einfach was das Essen, aber auch die insgesamte Haltung der Tiere angeht. Gerade deswegen werden Alpakas als Haustiere immer beliebter. Nach dem wir den Weg mit dem saftigen Gras hinter uns gelassen hatten, ging es in einen kleinen Wald. Von dort aus wurde unser Gang zügiger, da es weniger Ablenkungsmöglichkeiten, in Form von Nahrungsquellen für die Alpakas gab. Jedoch hatten nicht immer alle Lust weiterzulaufen. Im Normal Fall führen die großen Leittiere die „Karawane“ an, doch diesmal mussten ganz oft die kleineren vorne her Laufen und die größeren hinterher.

Zwischendrin haben wir immer wieder versucht Fotos und Selfies mit unseren Alpakas zumachen. Cookie war er der Typ, der lieber von der Kamera wegschaut als in die Kamera. Pulli hingegen entwickelte sich zu einem richtigen Insta- Alpaka, das gerne zusammen mit Jule in die Kamera schaute.

Kurz bevor es wieder zurück in den Stall ging, gab es noch eine kleine Rast an einer Art „Matschstelle“, wo sich die Alpakas drin rumwälzen können. Aufgrund der Hitze war der Boden sehr trocken und es staubte gewaltig, das machte den Alpakas jedoch nichts aus und ihnen war anzusehen, dass sie sichtlich Spaß hatten.

Im Laufe des Rückweges stellten wir uns die Frage, ob Alpakas auch rennen können. Die Antwort ist ja. Jule probierte es aus und rannte los, Pulli ihr nach. Für zwei weitere Alpakas war das scheinbar das Startsignal, den sie rannten den beiden zusammen mit ihren Führern bis zur Weide hinterher, wo gleichzeitig auch das Ende der Führung war. Das Fazit dieser Aktion: Alpakas können verdammt schnell rennen. Im Anschluss an die Führung gab es noch die Möglichkeit selbstgefertigte Alpaka- Produkte wie Seife, die gerade wegen des hohen Keratin- Gehaltes so beliebt ist, im dazugehörigen Hofladen zu erwerben.

Die Alpaka Trekking- Tour war auf jeden Fall ein tierisches Abenteuer mit vielen Kuscheleinheiten und auch sicherlich eines der Highlights als Jobentdeckerinnen. Am liebsten hätten wir uns ein kleines, süßes Alpaka für den Garten mitgenommen, doch irgendwann mussten wir dann doch Abschied nehmen. Auch für Jule hieß es nach diesem Ausflug Abschied nehmen, denn sie ist nun am Ende ihres spannenden vierwöchigen Jobentdeckerprojektes angekommen.


Meine Jobentdecker-Woche bei der Steuerkanzlei

Meine 2. Woche als Jobentdeckerin war ein voller Erfolg!
Steuerfachangestellte. Ein Beruf unter welchem sich wahrscheinlich die meisten von euch nicht wirklich viel vorstellen können.
Diejenigen, die sagen, es sei ein zu monotoner Beruf, kann ich hoffentlich mit diesen Bericht umstimmen.

Mein erster Tag hat begonnen. Meine Stimmung, eher mau.
Steuerfachangestellte, wird sicher total langweilig. Zahlen und Computer, mehr nicht.
Dies waren meine Gedanken, als ich das Haus der Steuerkanzlei Steunhäuser & Hümmer betrat.
Ich wurde von Katrin Schmitt, meiner Ansprechpartnerin für diese Tage, empfangen.
Sie habe ich schon beim Vorstellungsgespräch für die Jobentdecker kennengelernt.

Die Chefin der Steuerkanzlei Steunhäuser & Hümmer legt großen wert darauf, sich dem heutigen Zeitalter anzupassen.
Digitalisierung ist hierbei die große Überschrift.
„Ich möchte nicht die erste sein, aber im ersten Drittel“, ist eine Aussage, welche ich in meinen 2 Tagen des öfteren zuhören bekomme.
Jeder Arbeitsplatz ist mit 2 Computerbildschirmen, Telefon mit Headset und den neusten Computerprogrammen ausgestattet.
Ich finde es wichtig nicht auf alten Methoden zu beharren, wenn es mittlerweile so viele neue und vorallem vereinfachende Mittel gibt. Vieles funktioniert, anstatt 283 Blätter zu benutzen, mit einem einfachen Mausklick und guten Augen.
Man muss die Arbeit der Computer immer kontrollieren aber mit Konzentration und dem richtigen Wissen ist auch dies ein Kinderspiel.
**klick klick klick**
sehe ich bei Katrin nur und alles ist erledigt. Die Stunden vergehen wie Minuten, da man immer etwas zutun hat. Und falls man dann doch mal ein Minütchen Luft hat, kann man sich bezüglich des Computerprogramms selbstständig weiterbilden.

QuB ist ein Bereich, um welchen sich die neue Auszubildende, Diana, kümmert.
Hierbei handelt es sich um das umweltbewusste Führen des Betriebes.
Auch die Chefin legt großen Wert auf den Umweltschutz.
Sie reduzieren ihren Papierverbrauch fast gegen Null.
Außerdem wollen sie auf ökologische Produkte umsteigen, Bambusblätter zum Beispiel.
Wenn mal ein Schmierblatt zu viel ist, wird es ganz einfach als Tassenuntersetzer verwendet und Blätter werden strikt immer doppelseitig bedruckt.
Es gibt so viele Möglichkeiten, den Planeten zu schützen, die Steuerkanzlei legt hier großen Wert drauf, was ich auch echt echt wichtig finde.
Hinzufügen möchte ich, dass sich auch andere Firmen hier ein Beispiel nehmen sollten.
Wenn das Umstellen von Steuerkanzlein, welche damals 1937 Ordner mit 7281947 Blättern benutzten, funktioniert, dann sollte es auch in anderen Bereichen kein Problem sein, mehr auf die Digitalisierung zu setzen.

Mich hat meine Jobentdecker-Woche bei der Steuerkanzlei positiv überrascht.
Weder monoton, noch langweilig, ganz im Gegenteil! Mir haben die 2 Tage viel Spaß gemacht und die Zeit verging wie in Flug.
Ich kann jedem empfehlen sich mal genauer mit diesem Beruf zu befassen.
Ein eher unbeliebter, unbekannter Beruf, welcher voller Abenteuer und Spannung steckt!

„Alle denken, der Beruf ist ein Rohbau aber eigentlich ist es ein großes Familienhaus“
-Diana Then, Azubi

(Aufgrund des Datenschutzes können nicht viele Bilder veröffentlicht werden)




Zu Gast in den Haßberg- Kliniken

Nach einem sehr spannenden Tag bei Radio Primaton, ging es für Jule und mich in dieser Woche sofort mit dem nächsten Jobentdeckereinsatz weiter. „Einsatz“ ist zugleich auch ein markantes Stichwort für unseren nächsten Einsatzort, den Haßberg-Kliniken. Tag täglich zeigen hier Ärzte, Krankenschwester, Hebammen, Therapeuten und viele mehr, ihren vollen Einsatz, indem sie sich um die Patienten kümmern. Für uns beide war es das erste Mal, als Jobentdeckerinnen im Bereich „Gesundheit und Soziales“ aktiv zu sein, was die Vorfreude natürlich gesteigert hat. Jule war während der zwei Tage auf der Akutgeriatrie, die erst seit 2014 Teil des Haßfurter Krankenhauses ist, zu Gast. Ich hatte mich bereits davor schon für die Gynäkolgie und Geburtsstation entschieden.

Die Haßberg-Kliniken mit seinen Standorten in Haßfurt (150 Betten) und Ebern (70 Betten), existieren bereits seit 1945. Ab 2007 gibt es zudem eine zentrale Patientenaufnahme, die mit den neusten Standards der Technik ausgestattet ist. Die sogenannte ZPA dient den Patienten als Anlaufstelle für sowohl ambulante als auch stationäre Fälle. Neben den bereits oben genannten Stationen hat der Stützpunkt Haßfurt noch zwei weitere, die „Allgemein- und Unfallchirurgie“, sowie die Station für „Inneres und Anästhesie“

Nach einer kurzen Einführung in die Regeln und Verhaltensweisen des Krankenhauses, ging es für uns beide direkt mit unserem ersten Arbeitsschritt los: Das Ankleiden. Für ein Praktikum im Krankenhaus gehört es sich, auch entsprechende Kleidung zu tragen, die uns vom Krankenhaus freundlicherweise bereitgestellt wurde. Neben weißen Hosen, sowie weißen Oberteilen, machte ein entsprechendes Namensschild unseren „Look“ perfekt.

Nach dem Ankleiden ging es dann für uns endlich auf die Stationen. Gleich am ersten Tag machte die Geburtsstation mit vier neuen Erdenbewohnern ihrem Namen gleich alle Ehre, der zweite Tag lief in dieser Hinsicht ehr etwas ruhiger ab. Zu meinen Aufgaben in den zwei Tagen gehörten vor allem, das Vorbereiten von leeren Zimmern für neue Patienten, das auffüllen von verschiedenen Pflegeprodukten, sowie das holen von Medikamenten und sonstigen Dingen von anderen Stationen. Wenn ein Patient um Hilfe „Klingelte“, konnte ich auch hin und wieder mal selbst bei kleineren und größeren Anliegen helfen. Das klingt auf den ersten Blick etwas langweilig. Die meiste Zeit jedoch durfte ich die Schwestern bei ihren Tätigkeiten begleiten, zuschauen und mit kleinen Aufgaben, wie Blutdruck messen behilflich sein. Es ist natürlich logisch, dass mir als Praktikantin für zwei Tage irgendwo die Hände gebunden sind. Trotz allem finde ich es sehr interessant, vieles verschiedene einfach mal miterlebt zu haben. Und ich kann sagen, dass ich am Ende der beiden Tage, die Station und Ihre Aufgaben gut kennen gelernt habe. Wer sich für den Beruf der Hebamme entscheidet macht momentan noch eine dreijährige Ausbildung an einer speziellen Hebammenschule. In den kommenden Jahren soll es aber auch einen speziellen Studiengang für Hebammenanwärter geben. Im ersten Ausbildungsjahr liegt das Gehalt bei ca. 980€ im dritten Jahr sind es bereits ca. 1140€. Wer sich für den Beruf der Hebamme entscheidet, sollte die Arbeit mit Medikamenten mögen, gerne Verantwortung für andere übernehmen, Spaß am direkten Umgang mit Menschen haben und sich nicht vor Blut etc. ekeln.

In der Mittagspause holte uns Frau Kramer ab, die für die Öffentlichkeitsarbeit im Krankenhaus zuständig ist. Nach einem sehr schmackhaften Mittagessen, gab es für uns dann noch eine kleine Führung durch das Haus, bevor es für uns wieder zurück auf die Stationen ging….

Ich durfte die Zeit in den Haßberg-Kliniken in der Akutgeriatrie verbringen. Dieser Bereich bemüht sich Senioren zur Genesung zu helfen und sie vor allem auch auf das selbstständige Leben nach dem Krankenhausaufenthalt vorzubereiten. Die Akutgeriatrie hilf den Patienten Selbstständigkeit zu erhalten, ihre Pflegebedürftigkeit zu reduzieren, gesundheitliche Beschränkungen auszugleichen, Krankheiten zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu steigern. Der Tagesablauf wird in diesem Bereich an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst, bis auf festgelegte Aktivitäten zu bestimmten Tageszeiten, es gibt auch Gruppentherapien wie Kochen und Backen, Musik- oder Gedächtnistraining, welche die Ergotherapeuten durchführen. Eine Ergotherapeutin durfte ich über die zwei Tage bei einigen Aktivitäten begleiten. Begonnen mit einer Gruppentherapie, welche Gedächtnistraining beinhaltete. Den Patienten wurden Worte, die zum Thema Sommer und Urlaub passten gezeigt und sie durften reihum Wörter aus derselben Wortfamilie nennen oder überlegen, was man beispielsweise im ,,Meer“ alles machen kann. Diese Übung unterstützt die kognitive Leistung der Patienten und bringt sie auf kreative Weise dazu, nachzudenken und ihr Gehirn zu trainieren. Dann durfte ich einen Test mit einem neu angekommenen Patienten machen, der seine kognitive Leistung gleich zu Beginn testen soll. Die Fragen sind von sehr leicht bis zu etwas anspruchsvoll und meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Eine weitere Aufgabe der Therapeuten ist es zu schauen, wie mobil die Patienten sind und ob Transfertraining nötig ist. Mein letzter Einsatz am ersten Tag bestand darin zu Patienten ins Zimmer zu gehen und Einzelübungen zu machen, die das räumliche Vorstellungsvermögen, Sprachfindung oder wieder kognitive Fähigkeiten trainieren sollen.

Tag 2 begann etwas früher aber auf meinen Wunsch hin mit Wasch- und Anziehtraining, was den Patienten helfen soll wieder Selbstständigkeit zu erhalten. Das erleichtert ihnen die Heimkehr. Um 08.00 war Übergabe der Therapeuten von Patienten aus der Nachtschicht an die Frühschicht. Dabei wurden wichtige Informationen oder Auffälligkeiten ausgetauscht, um den Therapeuten am nächsten Morgen den reibungslosen Einstieg zu ermöglichen. Mit dem am Vortag angekommenen Patienten machten wir einen weiteren, etwas längeren und anspruchsvolleren Test, um die Leistung seines Gedächtnisses noch besser einordnen zu können. Spaßeshalber habe ich leise mitgemacht und hatte auch nicht volle Punktzahl. An dem Tag bekam ich auch stärker mit, wie viel Zeit jedem Patienten geschenkt wurde. Wir waren in jedem Zimmer 30-75 Minuten, haben uns mit den Leuten unterhalten und sind auf Wünsche eingegangen. Bei 16 Patienten pro Therapeuten füllt das den 8-9 Stunden Tag gut. An meinem Tag 2 durfte ich auch bei Motorikübungen zuschauen und ich bekam von dem super freundlichen Patienten sogar die Erlaubnis Bilder und Videos zu machen, was im Krankenhaus gar nicht so typisch oder einfach ist. Mit dem Zusammenschreiben der Ergebnisse der Gespräche, Tests und Übungen endete auch mein zweiter Tag.

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir eine schöne Zeit im Krankenhaus hatten und auch vieles neues dort sehen und lernen durften. Vielen Dank für das Erlebnis.


Hinter den Kulissen beim Radio

Ich denke (fast) jede/r hat erstmal Vorfreude, wenn er wüsste, er dürfe bei einem Radiosender hinter die Kulissen schauen, so war es auch bei uns. Auf die Nachfrage, wer freiwillig einen Tag bei PRIMATON und radiohashtag+ im Rahmen des Projekts dabei sein möchte, waren wir sofort überzeugt und meldeten uns. Voller Spannung und Vorfreude haben wir uns also am Montagmorgen auf den Weg zum Landratsamt, und von da aus mit Anja Güll, Koordinatorin des Projekts Jobentdecker Landkreis Haßberge, in Richtung Schweinfurt zu Radio PRIMATON und radiohashtag+ gemacht. Dort angekommen, gings auch (fast) gleich los. Wir drei durften in verschiedene Aufgaben bei den Radiosendern reinschnuppern. So war Jule bei radiohashtag+ als Morgenshowmoderatorin, Madleine bei PRIMATON als Nachrichtensprecherin und Anna bei PRIMATON als Moderatorin.

Als erstes berichtet euch Jule von ihren Erfahrungen: Wie ihr bereits erfahren habt, durfte ich zuerst bei radiohashtag+ hinter die Kulissen schauen. Ein Radiosender der sich speziell an jüngere Hörer wendet. Lena, die Moderatorin der Morgenshow musste sich meinem Fragenhagel stellen. Begonnen mit ,,Habt ihr eigentlich Einfluss auf die Musikauswahl?“. Die Antwort war nein, was mich zuerst etwas enttäuscht hat, als ich aber gesehen hab, wie sich Lena binnen Sekunden informative Texte basierend auf Nachrichten überlegt und einspricht – auf die Sekunde zwischen die Lieder passend – und die Lieder verknüpft, wusste ich, dass die Moderatorin mehr als genug zu tun hat. Ich musste keinen Satz einsprechen und bekam doch immer Panik als ich den Countdown gesehen habe, mir wurde gesagt, dass man sich daran gewöhnt aber trotzdem fand ich das super bewundernswert mit welcher Ruhe und Gelassenheit sie das Wetter, Staus und Blitzer einsprach. Das Volontariat um Redakteurin und Moderatorin zu werden dauert zwei Jahre, die Lena bald schon hinter sich hat, dann ist sie festangestellt. Es gibt aber auch die Möglichkeit als ,,freier Mitarbeiter“ im Radio zu arbeiten. In dem Fall wird man nicht mit festgelegtem Lohn, sondern für die Moderationen bezahlt. Praktika sind im Journalismus allgemein gerne gesehen, auch wenn sie mit dem letztendlichen Arbeitsbereich wenig zu tun haben. Nach meiner Stunde bei radiohashtag+ durften Madleine und ich noch an einer Sitzung teilnehmen, in der Termine abgesprochen und Themen, die umgesetzt werden sollen aufgeteilt und besprochen wurden. Im Anschluss durfte ich erst mit Madleine eine Umfrage in Schweinfurt zum Thema ,,Welchen Radiosender hört Schweinfurt“ starten und danach eine Reportage in Trappstadt über das Chaos mit den Straßennamen dort aufnehmen. Schon davon gehört? Ist eine lustige Story, der ich auf den Grund gehen durfte. Es hat mir eine Menge Spaß gemacht, ich habein paar Tipps zur Betonung und Aussprache bekommen, die ich zukünftig umsetzen möchte und die Reportage gibt es morgen früh auf Radio Primaton zu hören, also unbedingt reinschalten!


Zunächst ist Madleine an der Reihe: Mein Tag als Jobentdeckerin startete mit einem Besuch in der Nachrichtenabteilung von Radio Primaton. Hier durfte ich dem Nachrichtensprecher Luca Bauer, bei seiner Arbeit einmal über die Schulter schauen. Bevor die Nachrichten live in der Sendung gesprochen werden können, müssen zuerst ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Der Nachrichtensprecher informiert sich zu Beginn, über verschiedene Medien, wie Zeitung, Internet oder Facebook über die aktuellen Geschehnisse in der Welt und in der Region. Im Anschluss daran muss gefiltert werden, welche News für den Radiohörer interessant sind und welche eher weniger. Da die meisten Artikel zu lang und zu viele Informationen für einen Radiobeitrag haben, müssen die wichtigsten Daten erkannt und bündig zusammengefasst werden. Als generelles Maß gilt hierbei, nicht mehr als drei Zahlen pro Beitrag, damit es auch dem Radiohörer im Auto möglich ist, dem Bericht zu folgen. Wenn alle Vorberatungen getroffen sind, der Nachrichtensprecher sich ein Skript vorbereitet hat, gibt es für den Nachrichtensprecher noch kurz die Möglichkeit, alle News noch einmal durchzugehen, bevor wir die fertigen Nachrichten live im Radio hören können. Am Mittag machten Jule und ich, als Radio Reporterinnen die Schweinfurter Innenstadt unsicher. Unsere Mission war es, Passanten auf der Straße zu interviewen. Besonders interessierte uns hierbei, welcher Radiosender von den Leuten gerne gehört wird und warum. Natürlich war die Antwort von allen befragten Passanten „Radio Primaton“, oder „Radio Hashtag Plus“.  😉  Ich war sehr überrascht, wie viele Leute dazu bereit waren, sich unseren Fragen zu stellen. Um die Aufnahmen schlussendlich auch verwenden zu können, müssen Versprecher, Pausen oder störende Geräusche herausgeschnitten werden, eine Aufgabe, der ich mich gleich im Anschluss an unseren kleinen „Ausflug“ stellte. Mirjam Helmert erklärte mir kurz die wichtigsten Kniffe für das Schnittprogramm, bevor ich selbst loslegen konnte. Den fertigen Interviews könnt ihr demnächst bei Radio Primatonlauschen. Am Nachmittag schaute ich dann noch bei Anna und Julian Schöner vorbei, die gerade eine Live-Sendung moderierten. Das war auf jeden Fall eines von vielen persönlichen Highlights vom heutigen Tag, auch selbst einmal im Radio sprechen zu dürfen. Zum Abschluss meines Berichtes kann ich nur sagen, dass ich einen sehr interessanten, spannenden und amüsanten Tag bei Radio Primaton verbringen durfte, bei dem Blick hinter die Kulissen wo uns gezeigt wurde, wie Radio wirklich funktioniert und ich denke, ich spreche da für alle Jobentdeckerinnen.

Ich, im Radio!!!

Und zuletzt noch Annas Erlebnisse: Für mich gings mit Julian Schöner, einem Redakteur und Moderator von PRIMATON, zuerst an den PC um den Radioplan für den Tag fertigzustellen und von da aus ab ins Studio. Angefangen um 10.00Uhr haben wir an diesem Tag zusammen bis 15.00Uhr das Programm von PRIMATON moderiert und organisiert. Lieder schneiden, aktuelles Wetter, Stau und Blitzer suchen, Überleitungen einfügen und vieles mehr, wurde immer noch zwischen den zahlreichen Moderationen durchgeführt. Kaum hats begonnen, durfte ich auch schon meinen ersten Versuch am Mikro ausprobieren und gleich mal den Wetterbericht präsentieren. Als wäre das nicht schon cool genug gewesen, durfte ich an meinem Tag noch zahlreiche andere Dinge, wie Ansage eines Liedes meines Lieblingssängers, nochmal das Wetter und viel, viel berichten über unser Projekt, was hoffentlich unsere Reichweite noch um einiges erhöht hatJ. Das Sprichwort „Übung macht den Meister“ ist mir sofort ins Gedächtnis gekommen, als ich Julian moderieren gehört habe, wo ich einen Zettel mit ganzen Sätzen darauf bei Wetter & Co benötigt habe, hat er alles frei gesprochen und noch dazu das erste mal gesehen und sofort optimal und interessant rüber gebracht, jaja Sprichwörter haben wohl doch meist recht. Die Atmosphäre zwischen den Kollegen war/ist super – zumindest hatte/habe ich das Gefühl – und dadurch hat das ganze nochmal mehr Spaß gemacht!! Ich bin sehr dankbar, dass ich das Ganze erleben durfte und geh mit einem super positiven Gefühl nach Hause!  Ich denke, sowas erlebt man nicht alle Tage, (außer!!!) ihr bewerbt euch bei PRIMATON oder radiohashtag+ und fang dort eure Ausbildung an, was ein echt cooler Job ist, und wäre mir meine Wahl für nächstes Jahr noch offen, wäre das definitiv eine meiner ersten Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz.

Ein kurzes Interview!
Mein Highlight!!
Das Wetter von mir:)

DANKE, an Radio Primaton, Radio Hashtag+ und das Jobentdecker Projekt, das wir das Alles erleben durften/dürfen!!!f


#ammaindaheim

Woche 3 im Jobentdecker-Projekt stand bei den Freizeitaktivitäten ganz im Zeichen des Themas „Leben am Main“!

Wir wollten unseren Jobentdeckerinnen zeigen, wie schön es ist, am Main zu leben und zu arbeiten. Und es gibt viele gute Gründe, „am Main daheim“ zu sein!

Einen guten Überblick dazu findet man z.B. auf der Homepage www.am-main-daheim.de der beiden Landkreise Haßberge und Schweinfurt – hier gibt es viele Infos und alle Anreize für ein Leben am Main:

Wie schön es ist, in einem Landkreis am Main zu leben und zu arbeiten, das wissen auch unsere Jobentdeckerinnen. In ihrer dritten Projektwoche haben Ann-Katrin, Anna und Jule als Freizeitaktivität einen SUP-Kurs in Sand am Main für uns getestet.

SUP? Was ist das denn?

Das könnt ihr im Beitrag unserer Jobentdeckerinnen nachlesen:

Weitere toll Ausflugtipps am, auf und entlang des Mains findet man ürbigens auch bei den Kollegen des Haßberge-Tourismus: www.hassberge-tourismus.de

Nach diesem tollen Erlebnis auf dem Main haben wir unsere Jobentdeckerinnen auch gefragt, was das Leben am Fluss Main und im Landkreis Haßberge so besonders macht und hier findet ihr die Videos mit den Antworten von Ann-Katrin, Anna und Jule:

Ann-Katrin zum Leben am Main im Landkreis Haßberge.

Und wie oft bist du am Main unterwegs, Anna?

Und hier ist Jules Video zum Thema #ammaindaheim:


Alles rund ums Dach

dieser Satz fasst das Arbeitsfeld des Dachdeckers perfekt zusammen. Denn wer denkt, dass die Arbeit auf dem Dach immer das gleiche ist, liegt (leider) falsch. Nicht nur das Dachdecken, obwohl das auch schon von Dach zu Dach verschieden ist, sondern auch die Umsetzung der Energiesparverordnung, Abdecken oder Eindecken mit Dachziegeln, Pappdocken, Schindeln, Schiefer oder Reet, gehören zum Aufgabengebiet. Und selbst das ist noch nicht alles. Sondern, wie die Überschrift schon deutlich macht, bei allen Dingen, rund ums Dach, ist der Dachdecker gefragt. So ist, finde ich, der Beruf super, da die Vielfältigkeit die Arbeit viel schöner macht und einem so auch öfter neue Herausforderungen vorliegen. Beispielsweise wurde die Firma Schobert Bedachungen, bei der ich in meinen zwei Tagen als Dachdeckerin mitarbeiten durfte, mal wegen der Anfertigung eines Endes des Abflussrohres in Form eines Drachens gefragt und da jede Herausforderung, die im Aufgabenfeld liegt, angenommen wird, wurde diese schließlich auch durchgeführt und wie ich finde:

Tataaaaa, perfekt gelungen!!!

Doch das ist auf keinen Fall der einzige Grund, Dachdecker/in zu werden – ja richtig gelesen, (auch) Frauen sind in dem Job herzlich Willkommen!!! – Sonne statt Solarium, Arbeit statt Fitnessstudio, Ausblick vom Dach statt vom Gipfel, …

Hört sich super an oder?? Doch ein paar Voraussetzungen wären auch ganz gut wenn du erfüllen würdest, denn Schwindelfreiheit ist ein muss, hört sich hart an, aber wenn man diese besitzt ist es dafür umso schöner hoch hinaus zu kommen!! Außerdem sind Teamfähigkeit, handwerkliches Geschick, Sportlichkeit und Belastbarkeit auch von Vorteil. Jetzt aber erstmal genug davon, und zu meinen 2 Tagen bei Schobert Bedachungen. 

Angekommen am Dienstagmorgen um 7.00Uhr – klingt früh, man gewöhnt sich aber schnell daran – ging es nach dem Beladen der Autos und Transporter schon zur ersten Baustelle, für mich auf ein Flachdach, an dem ein Gully mit Flüssigkunststoff  wieder dicht gemacht werden sollte – was eine knifflige Aufgabe war, da der Bereich, in dem man arbeitete, überdeckt war und man so das ganze praktisch blind meistern musste, aber es hat geklappt!! Danach gings auf eine andere Baustelle, bei welcher ein Flachdach abgedichtet wurde, dort durfte ich beim Schrauben und Hämmern helfen und mit dem Gasbrenner habe ich verschiedene Aufgaben erledigt. Nun war der erste lange Arbeitstag um 17.00 Uhr zu Ende und ich genoss meinen Feierabend. Gut gelaunt startete ich wieder meinen zweiten Tag um 7.00 Uhr mit dem Beladen, danach gings für mich mit einem anderen Mitarbeiter zum Gaube ausmessen, von da aus zurück in die Werkstatt, wo wir die Bleche zugeschnitten und geformt haben, um sie dann an die Gaube anzubringen, was wir anschließend auch getan haben. So ging mein zweiter Tag auch schon wieder zu Ende und ich bin sehr froh diese Erfahrung machen zu dürfen.

Bilder von meinen zwei Tagen bei Schobert Bedachungen

Der Blick vom Dach, die ständige frische Luft und die unterschiedlichen Aufgaben machen den etwas öde klingenden Dachdecker, zu einem echt tollen Job. Wer solche Dinge auch genießt und toll findet, der/die sollte seine sieben Sachen schnappen und ein Praktikum bei Schobert Bedachungen als Dachdecker/in machen, es lohnt sich und auch wenn es eure freie Zeit ist, sie wird mit Spaß und Erfahrung gefüllt und bringt euch eine erfüllte Zukunft, was YouTube, Instagram & Co eher weniger machen. (Auch wenn da der Spaß nie zu kurz kommt;)

Probierts aus und lasst euch überzeugen!!

Weitere Infos:

www.schobert-bedachungen.de

Schobert Bedachungen

Moosanger 3

97437 Haßfurt

Telefon: 09521 951956

Video über die Arbeit eines/einer Dachdecker/in:


Sauberes Wasser, ein Privileg

Das deutsche Wasser aus der Leitung zählt zu den reinsten und umwelt-, wie auch gesundheitsschonensten weltweit. Dafür sind Wasserhäuser mit Filtern und Osmoseanlagen verantwortlich, die unter anderem von der Firma EnWaT (Energie- und Wasser-Technologie) in Stettfeld hergestellt, getestet, eingebaut und kontrolliert werden.

Wasserlogo_klein

Bei diesem Unternehmen durfte ich diese Woche mein Praktikum machen und eintauchen in die Aufgabenbereiche, der 2007 gegründeten Firma. In den Anfangszeiten wollte man verschiedenes ausprobieren, die Arbeit mit Biomasse als Energieträger wurde aber nach und nach eingestellt, da EnWaT sich im Laufe der Zeit auf die Reinigung von Wasser konzentrierte. Mittels Filter mit Poren von 20nanometern, wird das Wasser gründlich gereinigt. Viren und Bakterien werden ganz ohne die Zugabe chemischer Mittel (wie Chlor), rein mechanisch, vom Wasser getrennt. Diese Filter werden zur Trinkwasserversorgung, bei Eigenwasserversorgern, aber auch in vielen Brauereien verwendet, da die Wasserhärte viel am Geschmack des Biers verändern kann und die Regelung dieser somit wichtig für den Braumeistern ist.

Ausgebildet wird in Stettfeld aktuell noch nicht, das soll sich aber ab nächstem Jahr ändern, Ferienjobbler und Studenten, die die Semesterferien in der Werkstatt verbringen, werden über das ganze Jahr verteilt mit 450 Euro im Monat entlohnt. Es arbeiten 20 Personen in dem Betrieb, davon sind aber nur 13 festangestellt. Die flexiblen Arbeitszeiten, das gute Klima unter Kollegen und die Vielfalt der Arbeit zählen zu den großen Vorteilen der Arbeit bei EnWaT und natürlich auch, dass auch Quereinsteiger willkommen sind.

Die Werkstatt in Stettfeld

Nun möchte ich aber etwas über meine persönlichen Erfahrungen und meinen Eindruck vom Unternehmen berichten. Ursprünglich war ich als ,,Programmiererin für Anlagentechnik“ eingeplant und ehrlich gesagt hätte ich in dem Bereich nur positiv überrascht werden können, weil Computer und Programmieren einfach nicht meine Welt sind. Nach einem ersten Kennenlernen und einer Führung über das Gelände mit dem Chef, Klaus Strätz, war aber schnell klar, dass ich nicht vor den Computer gesetzt werde, ich durfte mir basierend auf meinen persönlichen Interessen, den Bereich aussuchen, den ich erkunden durfte und es ging in die Werkstatt. Nach den zwei Tagen im Autohaus Dietz und meinen Erfahrungen dort, wollte ich einfach endlich mal wieder Schrauben und das durfte ich dann auch bald. Ich durfte gleich mit auf Montage, nach Huppendorf…Na, woran denkt ihr, wenn ihr Huppendorf hört? Richtig! An Bier. Und genau dahin ging es für mich auch, an die Quelle des berühmten ,,Huppendorfer“ .

Vor Ort bekam ich noch eine kleine Rundführung vom Braumeister und wieder kam das Thema Geschlechter auf. Es arbeitet nämlich keine einzige Frau in der Brauerei. Auf die Frage, wieso das so sei, bekam ich zwei Antworten, eine mit der ich schon gerechnet hab: Das Gewicht der Fässer und eine, an die ich nie gedacht hätte: Der Temperaturunterschied. In anderen Brauereinen, wurde mir gesagt, hätten Frauen körperlich zu kämpfen, mit den großen Temperaturunterschieden in den verschiedenen Räumen, wieder was gelernt. Verkauft werden dort 2.000.000l pro Jahr, die ziemlich nachhaltig produziert werden. Das Reinigen von Wasser ist ja an sich schon nachhaltig, aber in Huppendorf werden die Flaschen auch wiederverwertet, bis sie kaputt sind und der verwendete Strom ist regenerativ. Die Liebe zum Bier und die Abwechslung im Beruf sorgen dafür, dass auch aktuell viele Auszubildende den Beruf des Braumeisters erlernen wollen. Den kleinen Brauereiexkurs muss ich nun aber leider beenden und wir gehen zurück zu meiner Tätigkeit bei EnWaT.

Mein wunderschöner Teelichtbehälter

,,Willst du was basteln?“

Diese Frage wurde mir am ersten Tag gestellt und ich war erstmal etwas verwirrt. Nachdem es eine kleine Auseinandersetzung mit meinem Kollegen darüber gab, ob ein dekorativer Schmetterling oder ein praktischer Grillanzünder sinnvoller ist, hat ein Teelichtbehälter in Blumenform, der dekorativ und praktisch zugleich ist, gewonnen und ich hatte so viel Spaß beim ,,basteln“. Rohre in die passende Form schneiden, schmirgel, polieren und schweißen, es war echt mega cool. Ich wollte ein Selfie in dem Schweißhelm machen, weil der mir echt gut gestanden hat, aber das Licht vom Display hat ihn leider immer abdunkeln lassen…Damit war der erste Tag leider schon vorbei und an Tag 2 waren wir dann richtig viel unterwegs.

Durch fünf verschiedene Landkreise durfte ich an dem einen Arbeitstag und was soll ich sagen…bleibt in den Haßbergen, die sind am schönsten! ;P

In der Gemeinde Schwanfeld gab es Probleme mit einem Filter von EnWaT, die haben wir uns erstmal genauer angeschaut (Bild oben links) und festgestellt, dass dort ein neues Modul eingbaut werden musste (siehe Bild oben links). Das haben Thomas, mit dem ich an dem Tag unterwegs war, und ich natürlich gleich ausgetauscht und danach hat alles funktioniert. Das ist schon ein schönes Gefühl, Fehler zu finden und zu beheben. Auch einer der absoluten Vorteile im Handwerk. Etwas funktioniert und du weißt, dass du alles richtig gemacht hast und kannst dich freuen und dann auf’s nächste Problem konzentieren. Dann ging es weiter in die Brauerei in Reckendorf, vor Ort stellten wir aber fest, dass uns ein wichtiges Teil fehlte, das wir für dort vorhanden gehalten haben. Das schwierigste an Montagen ist tatsächlich das packen davor. Alle Teile und Werkzeuge müssen im Auto sein, sonst hast du vor Ort ein Problem und während du packst, weißt du ja noch nicht, was fehlt und erneuert werden muss. Meistens hast du alles dabei, manchmal aber auch nicht, dann wird das Projekt auf den nächsten Tag gelegt und es geht weiter. Langeweile kennt man bei EnWaT nämlich nicht, es gibt immer was zu tun. In unserem Fall ging es dann nach Bad Staffelstein, nicht zum baden und entspannen, sondern zum arbeiten. Bei einer Brauerei, die noch nicht in Betrieb ist, war ein Rohr nicht dicht und Wasser tropfte aus dem Tank. Um das Rohr wieder dicht zu bekommen musst das Wasser, das literweise im Tank war, abgelassen werden. Entweder durch einen Schlauch, der gefühlte drei Tropfen pro Stunde aus dem Tank befördern konnte, oder einfach komplett aufdrehen und den kompletten Raum überfluten. Möglichkeit drei war unser Hilfsmittel selbst zu bauen, ein frisches, weißes T-Shirt, Klebeband und ein Fliesenabzieher mit Stiel wurden so in die Öffnung des Tanks gedrückt(siehe Bild oben mitte), dass das Wasser kontrolliert aber schnell abfließen und die Arbeit an dem Rohr beginnen konnte. Zum Abschluss durfte ich in der Werkstatt noch etwas Flexen, dann hab ich mich verabschiedet und so gingen die zwei Tage bei EnWaT wie im Flug vorbei.

Das Praktikum bei EnWaT hat mir super viel Spaß gemacht, Handwerk im Allgemeinen ist einfach unglaublich abwechslungsreich und in diesem Fall definitiv auch sehr kreativ. Ich weiß nicht, wie gut ich tatsächlich in der Werkstatt zu gebrauchen bin, aber in den zwei Tagen durfte ich wieder sehr viel ausprobieren und mal neue Maschinen in der Hand halten, das fand ich klasse, daneben stehen und zuschauen ist ja auch langweilig. Die Leute in dem Unternehmen sind total freundlich und zuvorkommend gewesen, ich hab wirklich gemerkt, dass meine Interessen eine große Rolle gespielt haben und ich wurde in der kurzen Zeit echt gut aufgenommen. Also ich kann es jedem nur empfehlen. Für mehr Infos könnt ihr gerne die offizielle Seite von EnWaT : https://www.enwat.de/ besuchen oder auch auf mich zukommen.