Archives August 2019

Hinter den Kulissen beim Radio

Ich denke (fast) jede/r hat erstmal Vorfreude, wenn er wüsste, er dürfe bei einem Radiosender hinter die Kulissen schauen, so war es auch bei uns. Auf die Nachfrage, wer freiwillig einen Tag bei PRIMATON und radiohashtag+ im Rahmen des Projekts dabei sein möchte, waren wir sofort überzeugt und meldeten uns. Voller Spannung und Vorfreude haben wir uns also am Montagmorgen auf den Weg zum Landratsamt, und von da aus mit Anja Güll, Koordinatorin des Projekts Jobentdecker Landkreis Haßberge, in Richtung Schweinfurt zu Radio PRIMATON und radiohashtag+ gemacht. Dort angekommen, gings auch (fast) gleich los. Wir drei durften in verschiedene Aufgaben bei den Radiosendern reinschnuppern. So war Jule bei radiohashtag+ als Morgenshowmoderatorin, Madleine bei PRIMATON als Nachrichtensprecherin und Anna bei PRIMATON als Moderatorin.

Als erstes berichtet euch Jule von ihren Erfahrungen: Wie ihr bereits erfahren habt, durfte ich zuerst bei radiohashtag+ hinter die Kulissen schauen. Ein Radiosender der sich speziell an jüngere Hörer wendet. Lena, die Moderatorin der Morgenshow musste sich meinem Fragenhagel stellen. Begonnen mit ,,Habt ihr eigentlich Einfluss auf die Musikauswahl?“. Die Antwort war nein, was mich zuerst etwas enttäuscht hat, als ich aber gesehen hab, wie sich Lena binnen Sekunden informative Texte basierend auf Nachrichten überlegt und einspricht – auf die Sekunde zwischen die Lieder passend – und die Lieder verknüpft, wusste ich, dass die Moderatorin mehr als genug zu tun hat. Ich musste keinen Satz einsprechen und bekam doch immer Panik als ich den Countdown gesehen habe, mir wurde gesagt, dass man sich daran gewöhnt aber trotzdem fand ich das super bewundernswert mit welcher Ruhe und Gelassenheit sie das Wetter, Staus und Blitzer einsprach. Das Volontariat um Redakteurin und Moderatorin zu werden dauert zwei Jahre, die Lena bald schon hinter sich hat, dann ist sie festangestellt. Es gibt aber auch die Möglichkeit als ,,freier Mitarbeiter“ im Radio zu arbeiten. In dem Fall wird man nicht mit festgelegtem Lohn, sondern für die Moderationen bezahlt. Praktika sind im Journalismus allgemein gerne gesehen, auch wenn sie mit dem letztendlichen Arbeitsbereich wenig zu tun haben. Nach meiner Stunde bei radiohashtag+ durften Madleine und ich noch an einer Sitzung teilnehmen, in der Termine abgesprochen und Themen, die umgesetzt werden sollen aufgeteilt und besprochen wurden. Im Anschluss durfte ich erst mit Madleine eine Umfrage in Schweinfurt zum Thema ,,Welchen Radiosender hört Schweinfurt“ starten und danach eine Reportage in Trappstadt über das Chaos mit den Straßennamen dort aufnehmen. Schon davon gehört? Ist eine lustige Story, der ich auf den Grund gehen durfte. Es hat mir eine Menge Spaß gemacht, ich habein paar Tipps zur Betonung und Aussprache bekommen, die ich zukünftig umsetzen möchte und die Reportage gibt es morgen früh auf Radio Primaton zu hören, also unbedingt reinschalten!


Zunächst ist Madleine an der Reihe: Mein Tag als Jobentdeckerin startete mit einem Besuch in der Nachrichtenabteilung von Radio Primaton. Hier durfte ich dem Nachrichtensprecher Luca Bauer, bei seiner Arbeit einmal über die Schulter schauen. Bevor die Nachrichten live in der Sendung gesprochen werden können, müssen zuerst ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Der Nachrichtensprecher informiert sich zu Beginn, über verschiedene Medien, wie Zeitung, Internet oder Facebook über die aktuellen Geschehnisse in der Welt und in der Region. Im Anschluss daran muss gefiltert werden, welche News für den Radiohörer interessant sind und welche eher weniger. Da die meisten Artikel zu lang und zu viele Informationen für einen Radiobeitrag haben, müssen die wichtigsten Daten erkannt und bündig zusammengefasst werden. Als generelles Maß gilt hierbei, nicht mehr als drei Zahlen pro Beitrag, damit es auch dem Radiohörer im Auto möglich ist, dem Bericht zu folgen. Wenn alle Vorberatungen getroffen sind, der Nachrichtensprecher sich ein Skript vorbereitet hat, gibt es für den Nachrichtensprecher noch kurz die Möglichkeit, alle News noch einmal durchzugehen, bevor wir die fertigen Nachrichten live im Radio hören können. Am Mittag machten Jule und ich, als Radio Reporterinnen die Schweinfurter Innenstadt unsicher. Unsere Mission war es, Passanten auf der Straße zu interviewen. Besonders interessierte uns hierbei, welcher Radiosender von den Leuten gerne gehört wird und warum. Natürlich war die Antwort von allen befragten Passanten „Radio Primaton“, oder „Radio Hashtag Plus“.  😉  Ich war sehr überrascht, wie viele Leute dazu bereit waren, sich unseren Fragen zu stellen. Um die Aufnahmen schlussendlich auch verwenden zu können, müssen Versprecher, Pausen oder störende Geräusche herausgeschnitten werden, eine Aufgabe, der ich mich gleich im Anschluss an unseren kleinen „Ausflug“ stellte. Mirjam Helmert erklärte mir kurz die wichtigsten Kniffe für das Schnittprogramm, bevor ich selbst loslegen konnte. Den fertigen Interviews könnt ihr demnächst bei Radio Primatonlauschen. Am Nachmittag schaute ich dann noch bei Anna und Julian Schöner vorbei, die gerade eine Live-Sendung moderierten. Das war auf jeden Fall eines von vielen persönlichen Highlights vom heutigen Tag, auch selbst einmal im Radio sprechen zu dürfen. Zum Abschluss meines Berichtes kann ich nur sagen, dass ich einen sehr interessanten, spannenden und amüsanten Tag bei Radio Primaton verbringen durfte, bei dem Blick hinter die Kulissen wo uns gezeigt wurde, wie Radio wirklich funktioniert und ich denke, ich spreche da für alle Jobentdeckerinnen.

Ich, im Radio!!!

Und zuletzt noch Annas Erlebnisse: Für mich gings mit Julian Schöner, einem Redakteur und Moderator von PRIMATON, zuerst an den PC um den Radioplan für den Tag fertigzustellen und von da aus ab ins Studio. Angefangen um 10.00Uhr haben wir an diesem Tag zusammen bis 15.00Uhr das Programm von PRIMATON moderiert und organisiert. Lieder schneiden, aktuelles Wetter, Stau und Blitzer suchen, Überleitungen einfügen und vieles mehr, wurde immer noch zwischen den zahlreichen Moderationen durchgeführt. Kaum hats begonnen, durfte ich auch schon meinen ersten Versuch am Mikro ausprobieren und gleich mal den Wetterbericht präsentieren. Als wäre das nicht schon cool genug gewesen, durfte ich an meinem Tag noch zahlreiche andere Dinge, wie Ansage eines Liedes meines Lieblingssängers, nochmal das Wetter und viel, viel berichten über unser Projekt, was hoffentlich unsere Reichweite noch um einiges erhöht hatJ. Das Sprichwort „Übung macht den Meister“ ist mir sofort ins Gedächtnis gekommen, als ich Julian moderieren gehört habe, wo ich einen Zettel mit ganzen Sätzen darauf bei Wetter & Co benötigt habe, hat er alles frei gesprochen und noch dazu das erste mal gesehen und sofort optimal und interessant rüber gebracht, jaja Sprichwörter haben wohl doch meist recht. Die Atmosphäre zwischen den Kollegen war/ist super – zumindest hatte/habe ich das Gefühl – und dadurch hat das ganze nochmal mehr Spaß gemacht!! Ich bin sehr dankbar, dass ich das Ganze erleben durfte und geh mit einem super positiven Gefühl nach Hause!  Ich denke, sowas erlebt man nicht alle Tage, (außer!!!) ihr bewerbt euch bei PRIMATON oder radiohashtag+ und fang dort eure Ausbildung an, was ein echt cooler Job ist, und wäre mir meine Wahl für nächstes Jahr noch offen, wäre das definitiv eine meiner ersten Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz.

Ein kurzes Interview!
Mein Highlight!!
Das Wetter von mir:)

DANKE, an Radio Primaton, Radio Hashtag+ und das Jobentdecker Projekt, das wir das Alles erleben durften/dürfen!!!f


#ammaindaheim

Woche 3 im Jobentdecker-Projekt stand bei den Freizeitaktivitäten ganz im Zeichen des Themas „Leben am Main“!

Wir wollten unseren Jobentdeckerinnen zeigen, wie schön es ist, am Main zu leben und zu arbeiten. Und es gibt viele gute Gründe, „am Main daheim“ zu sein!

Einen guten Überblick dazu findet man z.B. auf der Homepage www.am-main-daheim.de der beiden Landkreise Haßberge und Schweinfurt – hier gibt es viele Infos und alle Anreize für ein Leben am Main:

Wie schön es ist, in einem Landkreis am Main zu leben und zu arbeiten, das wissen auch unsere Jobentdeckerinnen. In ihrer dritten Projektwoche haben Ann-Katrin, Anna und Jule als Freizeitaktivität einen SUP-Kurs in Sand am Main für uns getestet.

SUP? Was ist das denn?

Das könnt ihr im Beitrag unserer Jobentdeckerinnen nachlesen:

Weitere toll Ausflugtipps am, auf und entlang des Mains findet man ürbigens auch bei den Kollegen des Haßberge-Tourismus: www.hassberge-tourismus.de

Nach diesem tollen Erlebnis auf dem Main haben wir unsere Jobentdeckerinnen auch gefragt, was das Leben am Fluss Main und im Landkreis Haßberge so besonders macht und hier findet ihr die Videos mit den Antworten von Ann-Katrin, Anna und Jule:

Ann-Katrin zum Leben am Main im Landkreis Haßberge.

Und wie oft bist du am Main unterwegs, Anna?

Und hier ist Jules Video zum Thema #ammaindaheim:


Alles rund ums Dach

dieser Satz fasst das Arbeitsfeld des Dachdeckers perfekt zusammen. Denn wer denkt, dass die Arbeit auf dem Dach immer das gleiche ist, liegt (leider) falsch. Nicht nur das Dachdecken, obwohl das auch schon von Dach zu Dach verschieden ist, sondern auch die Umsetzung der Energiesparverordnung, Abdecken oder Eindecken mit Dachziegeln, Pappdocken, Schindeln, Schiefer oder Reet, gehören zum Aufgabengebiet. Und selbst das ist noch nicht alles. Sondern, wie die Überschrift schon deutlich macht, bei allen Dingen, rund ums Dach, ist der Dachdecker gefragt. So ist, finde ich, der Beruf super, da die Vielfältigkeit die Arbeit viel schöner macht und einem so auch öfter neue Herausforderungen vorliegen. Beispielsweise wurde die Firma Schobert Bedachungen, bei der ich in meinen zwei Tagen als Dachdeckerin mitarbeiten durfte, mal wegen der Anfertigung eines Endes des Abflussrohres in Form eines Drachens gefragt und da jede Herausforderung, die im Aufgabenfeld liegt, angenommen wird, wurde diese schließlich auch durchgeführt und wie ich finde:

Tataaaaa, perfekt gelungen!!!

Doch das ist auf keinen Fall der einzige Grund, Dachdecker/in zu werden – ja richtig gelesen, (auch) Frauen sind in dem Job herzlich Willkommen!!! – Sonne statt Solarium, Arbeit statt Fitnessstudio, Ausblick vom Dach statt vom Gipfel, …

Hört sich super an oder?? Doch ein paar Voraussetzungen wären auch ganz gut wenn du erfüllen würdest, denn Schwindelfreiheit ist ein muss, hört sich hart an, aber wenn man diese besitzt ist es dafür umso schöner hoch hinaus zu kommen!! Außerdem sind Teamfähigkeit, handwerkliches Geschick, Sportlichkeit und Belastbarkeit auch von Vorteil. Jetzt aber erstmal genug davon, und zu meinen 2 Tagen bei Schobert Bedachungen. 

Angekommen am Dienstagmorgen um 7.00Uhr – klingt früh, man gewöhnt sich aber schnell daran – ging es nach dem Beladen der Autos und Transporter schon zur ersten Baustelle, für mich auf ein Flachdach, an dem ein Gully mit Flüssigkunststoff  wieder dicht gemacht werden sollte – was eine knifflige Aufgabe war, da der Bereich, in dem man arbeitete, überdeckt war und man so das ganze praktisch blind meistern musste, aber es hat geklappt!! Danach gings auf eine andere Baustelle, bei welcher ein Flachdach abgedichtet wurde, dort durfte ich beim Schrauben und Hämmern helfen und mit dem Gasbrenner habe ich verschiedene Aufgaben erledigt. Nun war der erste lange Arbeitstag um 17.00 Uhr zu Ende und ich genoss meinen Feierabend. Gut gelaunt startete ich wieder meinen zweiten Tag um 7.00 Uhr mit dem Beladen, danach gings für mich mit einem anderen Mitarbeiter zum Gaube ausmessen, von da aus zurück in die Werkstatt, wo wir die Bleche zugeschnitten und geformt haben, um sie dann an die Gaube anzubringen, was wir anschließend auch getan haben. So ging mein zweiter Tag auch schon wieder zu Ende und ich bin sehr froh diese Erfahrung machen zu dürfen.

Bilder von meinen zwei Tagen bei Schobert Bedachungen

Der Blick vom Dach, die ständige frische Luft und die unterschiedlichen Aufgaben machen den etwas öde klingenden Dachdecker, zu einem echt tollen Job. Wer solche Dinge auch genießt und toll findet, der/die sollte seine sieben Sachen schnappen und ein Praktikum bei Schobert Bedachungen als Dachdecker/in machen, es lohnt sich und auch wenn es eure freie Zeit ist, sie wird mit Spaß und Erfahrung gefüllt und bringt euch eine erfüllte Zukunft, was YouTube, Instagram & Co eher weniger machen. (Auch wenn da der Spaß nie zu kurz kommt;)

Probierts aus und lasst euch überzeugen!!

Weitere Infos:

www.schobert-bedachungen.de

Schobert Bedachungen

Moosanger 3

97437 Haßfurt

Telefon: 09521 951956

Video über die Arbeit eines/einer Dachdecker/in:


Sauberes Wasser, ein Privileg

Das deutsche Wasser aus der Leitung zählt zu den reinsten und umwelt-, wie auch gesundheitsschonensten weltweit. Dafür sind Wasserhäuser mit Filtern und Osmoseanlagen verantwortlich, die unter anderem von der Firma EnWaT (Energie- und Wasser-Technologie) in Stettfeld hergestellt, getestet, eingebaut und kontrolliert werden.

Wasserlogo_klein

Bei diesem Unternehmen durfte ich diese Woche mein Praktikum machen und eintauchen in die Aufgabenbereiche, der 2007 gegründeten Firma. In den Anfangszeiten wollte man verschiedenes ausprobieren, die Arbeit mit Biomasse als Energieträger wurde aber nach und nach eingestellt, da EnWaT sich im Laufe der Zeit auf die Reinigung von Wasser konzentrierte. Mittels Filter mit Poren von 20nanometern, wird das Wasser gründlich gereinigt. Viren und Bakterien werden ganz ohne die Zugabe chemischer Mittel (wie Chlor), rein mechanisch, vom Wasser getrennt. Diese Filter werden zur Trinkwasserversorgung, bei Eigenwasserversorgern, aber auch in vielen Brauereien verwendet, da die Wasserhärte viel am Geschmack des Biers verändern kann und die Regelung dieser somit wichtig für den Braumeistern ist.

Ausgebildet wird in Stettfeld aktuell noch nicht, das soll sich aber ab nächstem Jahr ändern, Ferienjobbler und Studenten, die die Semesterferien in der Werkstatt verbringen, werden über das ganze Jahr verteilt mit 450 Euro im Monat entlohnt. Es arbeiten 20 Personen in dem Betrieb, davon sind aber nur 13 festangestellt. Die flexiblen Arbeitszeiten, das gute Klima unter Kollegen und die Vielfalt der Arbeit zählen zu den großen Vorteilen der Arbeit bei EnWaT und natürlich auch, dass auch Quereinsteiger willkommen sind.

Die Werkstatt in Stettfeld

Nun möchte ich aber etwas über meine persönlichen Erfahrungen und meinen Eindruck vom Unternehmen berichten. Ursprünglich war ich als ,,Programmiererin für Anlagentechnik“ eingeplant und ehrlich gesagt hätte ich in dem Bereich nur positiv überrascht werden können, weil Computer und Programmieren einfach nicht meine Welt sind. Nach einem ersten Kennenlernen und einer Führung über das Gelände mit dem Chef, Klaus Strätz, war aber schnell klar, dass ich nicht vor den Computer gesetzt werde, ich durfte mir basierend auf meinen persönlichen Interessen, den Bereich aussuchen, den ich erkunden durfte und es ging in die Werkstatt. Nach den zwei Tagen im Autohaus Dietz und meinen Erfahrungen dort, wollte ich einfach endlich mal wieder Schrauben und das durfte ich dann auch bald. Ich durfte gleich mit auf Montage, nach Huppendorf…Na, woran denkt ihr, wenn ihr Huppendorf hört? Richtig! An Bier. Und genau dahin ging es für mich auch, an die Quelle des berühmten ,,Huppendorfer“ .

Vor Ort bekam ich noch eine kleine Rundführung vom Braumeister und wieder kam das Thema Geschlechter auf. Es arbeitet nämlich keine einzige Frau in der Brauerei. Auf die Frage, wieso das so sei, bekam ich zwei Antworten, eine mit der ich schon gerechnet hab: Das Gewicht der Fässer und eine, an die ich nie gedacht hätte: Der Temperaturunterschied. In anderen Brauereinen, wurde mir gesagt, hätten Frauen körperlich zu kämpfen, mit den großen Temperaturunterschieden in den verschiedenen Räumen, wieder was gelernt. Verkauft werden dort 2.000.000l pro Jahr, die ziemlich nachhaltig produziert werden. Das Reinigen von Wasser ist ja an sich schon nachhaltig, aber in Huppendorf werden die Flaschen auch wiederverwertet, bis sie kaputt sind und der verwendete Strom ist regenerativ. Die Liebe zum Bier und die Abwechslung im Beruf sorgen dafür, dass auch aktuell viele Auszubildende den Beruf des Braumeisters erlernen wollen. Den kleinen Brauereiexkurs muss ich nun aber leider beenden und wir gehen zurück zu meiner Tätigkeit bei EnWaT.

Mein wunderschöner Teelichtbehälter

,,Willst du was basteln?“

Diese Frage wurde mir am ersten Tag gestellt und ich war erstmal etwas verwirrt. Nachdem es eine kleine Auseinandersetzung mit meinem Kollegen darüber gab, ob ein dekorativer Schmetterling oder ein praktischer Grillanzünder sinnvoller ist, hat ein Teelichtbehälter in Blumenform, der dekorativ und praktisch zugleich ist, gewonnen und ich hatte so viel Spaß beim ,,basteln“. Rohre in die passende Form schneiden, schmirgel, polieren und schweißen, es war echt mega cool. Ich wollte ein Selfie in dem Schweißhelm machen, weil der mir echt gut gestanden hat, aber das Licht vom Display hat ihn leider immer abdunkeln lassen…Damit war der erste Tag leider schon vorbei und an Tag 2 waren wir dann richtig viel unterwegs.

Durch fünf verschiedene Landkreise durfte ich an dem einen Arbeitstag und was soll ich sagen…bleibt in den Haßbergen, die sind am schönsten! ;P

In der Gemeinde Schwanfeld gab es Probleme mit einem Filter von EnWaT, die haben wir uns erstmal genauer angeschaut (Bild oben links) und festgestellt, dass dort ein neues Modul eingbaut werden musste (siehe Bild oben links). Das haben Thomas, mit dem ich an dem Tag unterwegs war, und ich natürlich gleich ausgetauscht und danach hat alles funktioniert. Das ist schon ein schönes Gefühl, Fehler zu finden und zu beheben. Auch einer der absoluten Vorteile im Handwerk. Etwas funktioniert und du weißt, dass du alles richtig gemacht hast und kannst dich freuen und dann auf’s nächste Problem konzentieren. Dann ging es weiter in die Brauerei in Reckendorf, vor Ort stellten wir aber fest, dass uns ein wichtiges Teil fehlte, das wir für dort vorhanden gehalten haben. Das schwierigste an Montagen ist tatsächlich das packen davor. Alle Teile und Werkzeuge müssen im Auto sein, sonst hast du vor Ort ein Problem und während du packst, weißt du ja noch nicht, was fehlt und erneuert werden muss. Meistens hast du alles dabei, manchmal aber auch nicht, dann wird das Projekt auf den nächsten Tag gelegt und es geht weiter. Langeweile kennt man bei EnWaT nämlich nicht, es gibt immer was zu tun. In unserem Fall ging es dann nach Bad Staffelstein, nicht zum baden und entspannen, sondern zum arbeiten. Bei einer Brauerei, die noch nicht in Betrieb ist, war ein Rohr nicht dicht und Wasser tropfte aus dem Tank. Um das Rohr wieder dicht zu bekommen musst das Wasser, das literweise im Tank war, abgelassen werden. Entweder durch einen Schlauch, der gefühlte drei Tropfen pro Stunde aus dem Tank befördern konnte, oder einfach komplett aufdrehen und den kompletten Raum überfluten. Möglichkeit drei war unser Hilfsmittel selbst zu bauen, ein frisches, weißes T-Shirt, Klebeband und ein Fliesenabzieher mit Stiel wurden so in die Öffnung des Tanks gedrückt(siehe Bild oben mitte), dass das Wasser kontrolliert aber schnell abfließen und die Arbeit an dem Rohr beginnen konnte. Zum Abschluss durfte ich in der Werkstatt noch etwas Flexen, dann hab ich mich verabschiedet und so gingen die zwei Tage bei EnWaT wie im Flug vorbei.

Das Praktikum bei EnWaT hat mir super viel Spaß gemacht, Handwerk im Allgemeinen ist einfach unglaublich abwechslungsreich und in diesem Fall definitiv auch sehr kreativ. Ich weiß nicht, wie gut ich tatsächlich in der Werkstatt zu gebrauchen bin, aber in den zwei Tagen durfte ich wieder sehr viel ausprobieren und mal neue Maschinen in der Hand halten, das fand ich klasse, daneben stehen und zuschauen ist ja auch langweilig. Die Leute in dem Unternehmen sind total freundlich und zuvorkommend gewesen, ich hab wirklich gemerkt, dass meine Interessen eine große Rolle gespielt haben und ich wurde in der kurzen Zeit echt gut aufgenommen. Also ich kann es jedem nur empfehlen. Für mehr Infos könnt ihr gerne die offizielle Seite von EnWaT : https://www.enwat.de/ besuchen oder auch auf mich zukommen.


Auf den Spuren mittelalterlicher Zeiten

Die Mauern der Burg Altenstein

Das Freizeitprogramm, welches wir letzten Freitag testen durften, verknüpfte Geschichte mit Moderne. Wir durften auf die Burg Altenstein. Deren Grundsteine bereits vor 1220 gelegt wurden.

Zu Beginn bekamen wir eine Führung über das Burggelände. Herr Blöchl, der Burgenwinkelmanager, erklärte uns zuerst, was der Deutsche Burgenwinkel ist: Ein Zusammenschluss von acht Kommunen und dem Landkreis Haßberge, der den gesamten nordöstlichen Bereich des Landkreises (Ebern, Hofheim, Burgpreppach, Maroldsweisach, Pfarrweisach, Rentweinsdorf, Untermerzbach und Königsberg) umfasst. Der Deutsche Burgenwinkel wurde gegründet, um den Landkreis touristisch zu vermarkten und in Wert zu setzen. Insbesondere die Nutzung von Burgen, Burgruinen und Schlössern als Ressourcen des Verbandsgebietes stehen dabei im Zentrum. Die Vermittlung von Wissen über das große historische Erbe der Region an Touristen, wie aber auch an Einheimische (besonders stehen hierbei Kinder und Jugendliche im Fokus) zählt zu den Hauptzielen. Der Deutsche Burgenwinkel möchte somit einen Beitrag, zur regionalen Identitätsbildung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region, leisten. Nach diesem Einstieg wurden wir über das Gelände geführt und Herr Blöchl konnte uns mit Informationen über die Bauweise der Burg, die Geschichte, wie aber auch über das mittelalterliche Leben reichlich versorgen. Auf alle gestellten Fragen ging er mit Freude ein und beantwortete sie ausführlich.

Nachdem Herr Blöchl betont hatte, dass der Deutsche Burgenwinkel auch der Abwanderung aus dem Landkreis entgegenwirken möchte, kam die Frage nach speziellen Angeboten für Jugendliche oder junge Erwachsene auf. Auch Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen können selbstverständlich an Führungen teilnehmen und bekommen dann natürlich anderes erzählt, als Schulklassen oder Kindergeburtstage, es gibt auch die Möglichkeit, sich als Rundführer für den Burgenwinkel zu bewerben und der Zweckverband ist auch auf verschiedenen Messen präsent, die auch für Schüler und Studenten interessant sind. Des Weiteren gibt es altersunabhängig verschiedene Aktionen, wie den Burgenwinkeltag in Königsberg oder ein Waldkonzert und einen Wandertag. Diese Aktionen werden in Kooperation mit anderen Verbünden oder Organisationen, wie Haßberge Tourismus geplant und umgesetzt. Für Ideen und Vorschläge an Programmen oder Aktionen hat der Deutsche Burgenwinkel jederzeit ein offenes Ohr.

Herr Blöchl als Burgenwinkelmanager hat einige Aufgaben zu bewältigen, er selbst bezeichnete sich in der Führung als ,,das Mädchen für alles“. Unter seine Aufgaben fallen zum Beispiel die Entwicklung und Steuerung des Burgenwinkels, Öffentlichkeitsarbeit und die Stabilisierung des bereits vorhandenen Netzwerkes an Organisationen. Die online Präsenz aufrecht erhalten, die über Haßberge Tourismus geführt wird, Verwaltung im Sinne von Personalplanung und vieles mehr. Ein definitiv vielfältiger und interessanter Beruf, der viel Zeit und Energie kostet, aber Erfahrung und neue Sichtweisen mit sich bringt.

Wir beide(Ann-Kathrin und Jule) hatten definitiv viel Spaß und konnten einiges lernen

Nach der Führung, bei der wir definitiv noch einiges gelernt haben über den Deutschen Burgenwinkel, der uns vorher kein Begriff war, Burgen und das Mittelalter aber auch die Öffentlichkeitsarbeit und den Beruf des Burgenwinkelmanagers, begann der modernere Teil des Freizeitprogrammes. Wir durften das Burgkino besuchen. In einem Keller der Burg wurden Leinwand und Bierbänke aufgestellt. Es gab Chips, belegte Brote und Getränke und wir durften uns den Film ,,Green Book-Eine besondere Freundschaft“ aus dem Jahr 2018 anschauen. Das Ambiente war einfach traumhaft und lockte zahlreiche Besucher ins Kino, es war kaum ein Platz frei, als der Film startete. Ein weiterer Vorteil des Burgkinos ist, dass die Vorstellungen kostenlos sind, lediglich um Spenden gebeten wird. Bedenkt man aber, wie modern die gespielten Filme sind (am nächsten Tag lief Bohemian Rapsody) und dass GEMA bezahlt werden muss und Aufwand dahinter steckt die Bänke aufzubauen, den Beamer zum Laufen zu bringen, den Raum regelmäßig von Chipskrümeln und heruntergefallenen Servierten und Taschentüchern zu befreien, ist die bitte um eine Spende mehr als berechtigt. Wir persönlich, sehen das kostenlose Burgkino auch als kleinen Liebesbeweis der Betreiber an die Burg Altenstein. Man könnte damit, da sind wir uns sicher, viel Geld machen, weil es einfach toll ist. Das wollen sie aber nicht. Man hat sich bewusst dazu entschieden jedem, der kommen möchte freien Eintritt in die Burg zu gewähren, das schöne Ambiente für jeden zugänglich zu machen, nur um der Freude der Besucher Willen, nicht um Profit zu machen.

Wir als Jobentdecker ziehen unseren Hut vor dem Deutschen Burgenwinkel und speziell der Burg Altenstein mit ihrem Burgkino, für ihr Ideenreichtum und Interesse daran, Touristen, wie auch den Menschen im Landkreis, die Schönheit des Landkreises zu vermitteln. Die attraktiven Programme, die der Deutsche Burgenwinkel anbietet, können wir nur weiterempfehlen und falls Sie, lieber Leser, in den Ferien mal frei haben und nach einem Ausflug suchen: Schauen Sie sich die schönen Burgen unseres Landkreises an und tauchen Sie in ihre Geschichte ein!


SUP – Urlaub nach Feierabend

…das ist das Motto von mietSUP, bei dem wir drei Jobentdeckerinnen Jule, Ann-Katrin und Anna eine Sunset SUP  Tour am Montagabend machen durften. Erstmal zur Erklärung: SUP = Stand up Paddling. Noch nie gehört?  (Ich bin der Meinung, sobald du ein Bild der Trendsportart siehst, weißt du sofort, was gemeint ist!): 

Weißt du es jetzt? Nein? Okay, dann eine kurze Erklärung: Man hat ein mit Luft gefülltes Board, ein Paddel, steht auf dem Board und gibt mit dem Paddel Gas. Das wars! Dachten wir zumindest davor. Doch dass das doch nicht so ganz stimmt, haben wir schnell herausgefunden. 

Dort angekommen, haben wir zu aller erst den sehr humorvollen Thomas Kehrberger kennengelernt, den Chef des Verleihs. Er schafft es, die Kurse und Touren witzig und noch spannender, durch verschiedene lustige Anmerkungen oder kleine Späßchen, zu gestalten. Sein Unternehmen verleiht nicht nur Boards am Sander Baggersee, sondern verschickt sie auch in die ganze Welt, was bedeutet, wenn du das nächste mal in den Urlaub fährst und SUP machen willst, brauchst du dir nicht für unverschämt viel Geld am Strand eins leihen, sondern kannst es für deutlich billiger  an deinen Urlaubsort von mietSUP schicken lassen und so entspannt und für weniger Geld ein bisschen Stand up Paddling machen. Auch zum Kauf im Geschäft ist es eine gute alternative, da du es für den Zeitraum bestellen kannst, wenn du fahren willst und nicht immer „das Ding“ Zuhause im Weg steht und verstaubt. Doch falls du doch so überzeugt bist, dass du selbst eins besitzen willst, hat auch dafür mietSUP eine super Lösung. Anstatt im Shop nach irgendeinem zu greifen, kannst du in Sand am Main alle verschiedenen Boards mal testen und dich dann für deinen Favoriten entscheiden, so können Fehlkäufe sehr gut umgangen werden. Die jedoch, finde ich, beste Möglichkeit, ist die Langzeitvermietung. Mit dieser kannst du dir nämlich zu Beginn ein Einsteiger Board liefern lassen, mit diesem dein Können erweitern und dann immer, je nach Level, dein „Altes“ zu einem neueren, für dein Können ausgelegtes, umtauschen. Dies ist aber alles auch nochmal genauer auf der Website nachzulesen.

Nach einer kurzen Vorstellrunde und einer Einweisung auf Land, die auch ein paar Trockenübungen auf den Boards beinhaltet und schon für die ersten Lacher gesorgt hat, gings schon ins Wasser. Ne falsch, natürlich aufs Wasser, denn Baden gehen musste zum Glück keine von uns. Von da aus konnten wir super die Natur, den Main und natürlich den Sonnenuntergang genießen, was uns allen sehr gefallen hat und an manch einer Stelle auch echt sehr idyllisch war. Zuerst auf dem Baggersee, dann mal über den größten Fluss der Haßberge, den Main und dann noch an die verschiedensten, sehenswerten Plätze der Seen, die mit dem Board perfekt zu erreichen sind. Nachdem wir nach ca. 90min wieder erfolgreich an Land angekommen sind, waren wir uns alle einig. Ein SUP Kurs, eine Tour mit dem SUP oder einfach mal eine Leihe eines SUPs sind eine super Idee für die Freizeit mit Familie, Freunden oder vielleicht auch mal ganz alleine. Egal was man möchte, ob Action, Ruhe, Spaß, neue Leute kennenlernen, Entspannung oder Sport, für alle diese Dinge gibts Angebote bei mietSUP und so wie wir Doomas (fränkisch für Thomas) kennengelernt haben, steht er auch gerne bei Fragen zur Verfügung! 

Unser Fazit des Abends: Egal was für eine Voreinstellung ihr habt, ob Angst vorm Reinfallen (möglicherweise wegen Angst vor Fischen, Ann-Katrin kanns voll nachvollziehen!), oder nicht genug Mut um auf ein solch wackeliges Board zu stiegen, probierts einfach mal aus, seid offen für Neues und geht aufs Board, fahrt hinaus, und habt Spaß (das werdet ihr auch, wir garantieren es!) 

Genießt  es!!!

Weiter Infos:

www.mietsup.de

Mobil: 0173 6598861

E-Mail: info@mietsup.de

Adresse: ​Am Campingplatz

​ Pappelallee 7

​ 97522 Sand a. Main

Unser Abend bei mietSUP in Sand am Main


MEIN ERSTES PRAKTIKUM

Auch meine erste Jobentdecker-Woche hat gestartet.
Heizung, Sanitär, Spenglerei Stretz war hier das Stichwort.

In diese Praktikumstage startete ich mit eher gemischten Gefühlen.

Handwerkliche Arbeit?
Auf der Baustelle?
Ich als kleines, zierliches Mädel?

Aber andererseits war ich sehr gespannt, welche Herausforderungen mich erwarten und mich an meine Grenzen bringen würden.

Dienstag, 7 Uhr morgens, Arbeitsbeginn.
Angekommen beim Firmensitz in Neubrunn wurde ich von Firmenchef, Rainer Stretz, herzlich empfangen.
Als dann auch der Rest der männlichen Mitarbeiter eintrudeln, wurde ich auch von diesen mit positiver Einstellung aufgenommen.

Nach kurzer Verschnaufpause geht es dann auch schon los.
         – Auto beladen-
Alle auf der Baustelle benötigten Materialien, müssen in das Firmenauto gepackt werden.

Als dies geschafft war, kam für mich die erleichternde Nachricht.

„Heute darfst du mit in den Kundendienst“

->für Dienstag also keine Baustelle für mich.

Kundendienst ist ein sehr abwechslungsreiches Feld dieses Berufes.
Man fährt mit dem Auto zu den Kunden und kontrolliert, ob alles in rechter Ordnung ist.
Wenn etwas nicht passt, wird es gleich vor Ort repariert.

Hast du gewusst, dass auch Gartenschlauchanschlüsse bei der Firma Stretz auf dem Programm stehen?

Am Mittwoch geht es für mich dann richtig los.
Ab auf die Baustelle!
Mit dem Chef höchstpersönlich und einem Azubi fahren wir nach Zeil auf eine Baustelle. Jetzt hieß es: -Heizungsrohre verlegen-

Ganz schön kompliziert!
Man muss auf viele Dinge achten.
„Vorlauf, Rücklauf, 20 16 20, 16 20 20“
Wörter, die für mich. 1. keinen Sinn und 2. keinen Zusammenhang hatten.

Arbeit vor Schönheit!
Natürlich wird man ziemlich dreckig aber dafür wird man mit einem fantastischen Gefühl belohnt, wenn mannseine Arbeit vollständig und ordentlich erledigt hat.

Das sind die Röhren für die Heizung.
Mit dem blauen Werkzeug werden unbenötigte

Was für ein riesiger Warmwasserspeicher.
In diesen Maschinen wird das Wasser, dass DU zum Duschen brauchst, erhitzt und gespeichert.

Mich hat mein Praktikum bei der Firma Stretz echt überzeugt und positiv überrascht. Das Team ist sehr gut aufeinander abgestimmt. Alle sind freundlich zueinander und für ein so kleines Unternehmen, schafft dieses Team echt viel!
Ich bin der Meinung, dass mehr Mädchen sich diesen Beruf mal anschauen sollten, Praktika dind hier eine gute Möglichkeit.

ES IST KEIN MÄNNERBERUF!

Wenn ihr noch Fragen zu meiner Zeit bei Heizung sanitär Spenglerei Stretz habt, schreibt mir auf Instagram!

Bis nächste Woche,

eure Ann-Katrin


Marketing bei marcapo

Diese Woche bekam ich die Möglichkeit, bei marcapo in Ebern, in verschiedene Marketingberufe Einblick zu erhalten. Vermarktung, Werbeberatung, Produkt- und Projektmanagement waren die vier Bereiche in die ich, über zwei Tage verteilt, schnuppern durfte.

Bevor ich euch von meinen Erlebnissen berichte, möchte ich kurz ein paar Worte zu marcapo als Unternehmen schreiben: marcapo ist zuständig für lokale Markenführung und Marketingportale. 155 Mitarbeiter arbeiten dort und davon sind 15 Ausbilder, die jeweils einen Azubi zugeteilt bekommen, um den sie sich kümmern. Das Unternehmen bietet unter anderem Marketingportale, Werbemaßnahme und Design, Vermarktung und Aktivierung, Partnerbetreuung und -entwicklung und vieles mehr als Leistungen an und zu den wohl bekanntesten Kunden zählen STIHL, Wella, Ergo, Hans im Glück und Itzehoer. Vor der Gründung des heutigen Unternehmens wurde das Gebäude als Druck- und Verlagshaus und später als Full-Service-Werbeagentur genutzt. 2005 wurde marcapo, wie es heute existiert, gegründet. Geschäftsführer sind aktuell Thomas Ötinger, Marc-Stephan Vogt und Christian Schwarzenberger. Berufserfahrene, Studenten und Schüler haben die Möglichkeit dort Ausbildungen oder Duale Studiengänge zu machen oder gleich ins Berufsleben einzusteigen.

Nun aber zu meinen Erfahrungen. Am ersten Tag war ich hauptsächlich in der Vermarktung unterwegs. Dort durfte ich gleich helfen Werbemittelideen für STIHL Fachhändler zu Weihnachten zu sammeln und ich durfte einen Beitrag für das interne Magazin der STIHL Fachhändler erstellen. Insgesamt hat mir dieses Ideensammeln und an den Kunden bringen am meisten Spaß gemacht. So in etwa habe ich mir Marketing vorgestellt und es war der, meiner Meinung nach, kreativste Bereich. Des Weiteren durfte ich an internen Team-Meetings teilnehmen und auf diese Weise bekam ich sehr schnell einen sehr tiefen Einblick in die Arbeit des Unternehmens.

Am nächsten Tag durfte ich in drei andere Bereiche (im Schnelldurchlauf) schnuppern. Begonnen mit dem Produktmanagement, das als ,,Knotenpunkt“ und ,,Schnittstelle zwischen den Abteilungen“ bezeichnet wird. Hier werden die Marketingprodukte immer wieder verbessert und das Preis-Leistungs-Verhältnis geprüft. Eine Erneuerung und Bearbeitung eines Produktes kostet bis zu 40 Arbeitsstunden, die Erstauflage benötigt ungefähr ein halbes Jahr, bis sie alle Bereiche durchlaufen und von jedem Zustimmung erhalten hat.

Der nächste Beruf, den ich kennenlernen durfte, war der des Projektmanagements. Nach einem Meeting des einen Teams (dieser Bereich ist in zwei Teams aufgeteilt mit je ca. 10 Personen, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig unter die Arme greifen und vertreten, falls nötig), erklärte mir eine sehr freundliche Azubine, worum sich das Projektmanagement kümmert. Das Projektmanagement ist die Schnittstelle zwischen marcapo und dem Kunden. Jeder Mitarbeiter in dem Bereich betreut eine Firma intensiv und ein paar andere Firmen nebenbei, falls die zuständige Person ausfällt oder gerade viel um die Ohren hat. Man stellt den Kunden neue Produkte vor und ist der Ansprechpartner für Fragen und Wünsche.

Der letzte Marketingberuf, den ich entdecken durfte, war die Werbeberatung. In dem Bereich geht es um den Kontakt mit dem Endkunden und man wirkt im Namen der Marken. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Bereich auf Versicherungen und Ärzten. Die Zufriedenheit der Endkunden wird regelmäßig mit Umfragen geprüft und man verschickt Newsletter mit zur Nachfrage passenden Angeboten.

Als Fazit fand ich die Zeit bei marcapo echt super und total interessant, ich kann mir sogar vorstellen, beruflich in die Richtung zu gehen. Die Mitarbeiter sind echt ein klasse Team, jeder gibt jedem Ratschläge und konstruktive Kritik und auch in der Freizeit treffen sie sich, zum Beispiel bei einem Fotokurs oder dem marcapo-Laufteam. Ich wurde gut aufgenommen und mir wurde alles erklärt und wenn ich Fragen hatte, wurden die auch freundlich beantwortet. Außerdem wurde ich nach meiner Meinung und Ideen gefragt, das fand ich total cool, nachdem ich ja kein Experte in dem Gebiet bin. Dass ich in so viele Bereiche schnuppern durfte, war eine einmalige Chance und sehr gut organisiert. Wie ihr bereits merkt, komm ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus, es war wirklich eine tolle Erfahrung!


Wasserbauer/in – mehr als nur ein Job

Davor…

Helloooo,

der Main, ein Fluss, an dem man bei einem Spaziergang die Natur genießen kann und ab und zu mal ein Boot oder Schiff vorbeifährt. Sonst noch was? Viele von euch würden jetzt wahrscheinlich „eher nein“ oder so etwas Ähnliches antworten. Doch dass diese Antwort nicht so passend auf die Frage ist, habe ich schon nach wenigen Stunden als Jobentdeckerin beim Außenbezirk Haßfurt des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt herausgefunden. Als Wasserbauer/in bist du nämlich den ganzen Tag am, im, auf oder mit dem Main (oder einem anderen Fluss) beschäftigt. Die erste  Überraschung für mich war, dass wenn ein Schiff über den Main fahren will, viel mehr passiert/ passieren muss als nur das Steuern des Schiffes. Im Vorfeld müssen Baggerarbeiten für genügend Wassertiefe, Kontrolle der Bäume am Main, Messungen, Schleusenüberwachungen, Schleusen- und Wehrinstandhaltungen und vieles mehr stattfinden.  Der  Beruf des Wasserbauers ist  so vielseitig, genau wegen dieser vielen unterschiedlichen Aufgaben. 

Die Ausbildung beinhaltet folgende Themen:

Fragt man einen Wasserbauer, welche Aufgaben er in seinem Job hat, oder wie ein klassischer Arbeitsalltag aussieht, wird es keine konkrete Antwort geben, und nicht, weil der Mann/ die Frau es nicht weiß, sondern, weil der Job so vielseitig ist, dass es schwer nur kurz zusammenzufassen ist. Der Versuch, es doch ganz knapp zusammenzufassen, ist dann vielleicht so, dass man als Wasserbauer/in den Fluss (bei uns der Main) und die sich darum, darunter, darin oder darauf befindenden Dinge wie Bäume, Schleusen oder Böden so pflegt, dass dieser von, für diesen Fluss ausgelegten Schiffen, ohne Probleme genutzt werden kann. Nach der Ausbildung ist immer noch alles offen. So kann man sich auch gut weiterbilden und kann die Tätigkeit in dem Job noch weiter ausbauen.

Mir hat vor meinen zwei Tagen dort der Job nichts gesagt und ich konnte mir beim besten Willen auch nichts darunter vorstellen, aber jetzt möchte ich allen, die gerne in der Natur sind, gut bei Arbeit anpacken können und auf besondere Arbeiten Lust haben – bspw. der Taucher, den man auf den Wasserbauer draufsetzen kann -, ein Praktikum und dann vielleicht sogar eine Ausbildung beim Außenbezirk in Haßfurt empfehlen. Ich bin super positiv überrascht und denke, dass viele an diesem Beruf, gerade wegen der vielen verschiedenen Aufgaben und den ganz unterschiedlichen Weiterbildungen, Spaß haben werden und ihn auch viel mehr machen würden, wenn er bekannter wäre. Dafür bin ich ja jetzt da. 

Also bewerbt euch – zumindest mal für ein Praktikum -, es lohnt sich wirklich!! 

Anna

…danach!
Meine 2 Tage

Infos für Interessierte (hoffentlich fast alle von euch):

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Ausbildung in Haßfurt, Volkach, Marktbreit und Gemünden 

Die Schule und Lehrgänge sind in Koblenz, 2 Wochen an der Küste und 1 Woche an der Talsperre

Einstellungsvoraussetzungen:  

Qualifizierter Mittelschulabschluss

Schwimmabzeichen Bronze

Technisch – Mathematisches Verständnis

Naturverbundenheit

Teamfähigkeit

Gesundheitliche Eignung

Freiheit von Strafen

Lohn: ​​​1. Jahr: 1018,26€

​​​ 2. Jahr: 1068,20€

​​​ 3. Jahr: 1114,02€

Bewerbung an:

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt

Frau Pfeufer

Mainberger Straße 8

97422 Schweinfurt

wsa-schweinfurt@wsv.bund.de

Bewerbungsschluss für 2020: 04.11.2019

Weitere Infos:

www.wsa-schweinfurt.wsv.de

Link zum Video über Wasserbauer: 

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/ich-machs/ausbildung-beruf-wasserbauer-100.html


Haßfurt neu entdecken…

…war das Motto unseres ersten Freizeitprogramms, an dem wir (Madleine und Jule) letzten Donnerstag teilnehmen durften.

Begonnen hat unser Programm an der Touristeninformation in Haßfurt. Dort wartete die sehr sympathische Frau Voll auf uns, welche uns durch die Stadt führte und alle Wahrzeichen zeigte, geschichtliche Fakten und historische Hintergründe zu Straßennamen und Ähnlichem erzählte und auch erklärte, weshalb Haßfurt eigentlich Haßfurt heißt. Die Vollbluthaßfurterin war dabei absolut in ihrem Element und kam aus dem erzählen und schwärmen gar nicht mehr raus und beantwortete auch gerne unsere Fragen.

Die Ritterkapelle, das Wahrzeichen Haßfurts

Nach der ,,gewöhnlichen“ Tour entdeckten wir auch noch eine eher versteckte Ecke Haßfurts, die wohl zu den schönsten Orten der Stadt zählt. In Oberreuters-Garten, einem ehemaligen Biergarten, wurden wir herzlich willkommen geheißen. Wir wurden nicht nur durch den wunderschönen Garten geführt, sondern durften in der Kegelbahn vor Ort unser Können unter Beweis stellen.

Eine der wohl schönsten Ecken Haßfurts, Oberreuters-Garten
Wir Jobentdeckerinnen zusammen mit den Eigentümern des Gartens Herr und Frau May (rechts hinten und zweite von links) und Frau Voll (vorne rechts)

Nach dem Besuch des Gartens ging es noch auf den ,,Oberen Turm“, wo wir schon ein bisschen Höhenluft schnuppern durften, bevor es dann tatsächlich in die Lüfte ging. Der krönende Abschluss unseres Ausflugs war nämlich ein Rundflug über den Landkreis. Wir konnten sogar unsere Häuser erkennen. Alles in Allem hatten wir also wirklich die Chance etwas über den Landkreis und Haßfurt zu lernen und beides aus neuen Perspektiven zu sehen. Sowohl die Führung durch Haßfurt, als auch den Rundflug können wir jedem nur empfehlen. Vorallem wenn man die Häuser, Straßen und Orte täglich sieht, ist es super spannend die Geschichten dazu zu kennen und neue Perspektiven kennenzulernen.

Wir hatten echt total viel Spaß und freuen uns schon auf unsere nächsten Freizeitaktivitäten.

Bis dann und liebe Grüße, eure Madleine und Jule