Diese Woche bekam ich die Möglichkeit, bei marcapo in Ebern, in verschiedene Marketingberufe Einblick zu erhalten. Vermarktung, Werbeberatung, Produkt- und Projektmanagement waren die vier Bereiche in die ich, über zwei Tage verteilt, schnuppern durfte.

Bevor ich euch von meinen Erlebnissen berichte, möchte ich kurz ein paar Worte zu marcapo als Unternehmen schreiben: marcapo ist zuständig für lokale Markenführung und Marketingportale. 155 Mitarbeiter arbeiten dort und davon sind 15 Ausbilder, die jeweils einen Azubi zugeteilt bekommen, um den sie sich kümmern. Das Unternehmen bietet unter anderem Marketingportale, Werbemaßnahme und Design, Vermarktung und Aktivierung, Partnerbetreuung und -entwicklung und vieles mehr als Leistungen an und zu den wohl bekanntesten Kunden zählen STIHL, Wella, Ergo, Hans im Glück und Itzehoer. Vor der Gründung des heutigen Unternehmens wurde das Gebäude als Druck- und Verlagshaus und später als Full-Service-Werbeagentur genutzt. 2005 wurde marcapo, wie es heute existiert, gegründet. Geschäftsführer sind aktuell Thomas Ötinger, Marc-Stephan Vogt und Christian Schwarzenberger. Berufserfahrene, Studenten und Schüler haben die Möglichkeit dort Ausbildungen oder Duale Studiengänge zu machen oder gleich ins Berufsleben einzusteigen.

Nun aber zu meinen Erfahrungen. Am ersten Tag war ich hauptsächlich in der Vermarktung unterwegs. Dort durfte ich gleich helfen Werbemittelideen für STIHL Fachhändler zu Weihnachten zu sammeln und ich durfte einen Beitrag für das interne Magazin der STIHL Fachhändler erstellen. Insgesamt hat mir dieses Ideensammeln und an den Kunden bringen am meisten Spaß gemacht. So in etwa habe ich mir Marketing vorgestellt und es war der, meiner Meinung nach, kreativste Bereich. Des Weiteren durfte ich an internen Team-Meetings teilnehmen und auf diese Weise bekam ich sehr schnell einen sehr tiefen Einblick in die Arbeit des Unternehmens.

Am nächsten Tag durfte ich in drei andere Bereiche (im Schnelldurchlauf) schnuppern. Begonnen mit dem Produktmanagement, das als ,,Knotenpunkt“ und ,,Schnittstelle zwischen den Abteilungen“ bezeichnet wird. Hier werden die Marketingprodukte immer wieder verbessert und das Preis-Leistungs-Verhältnis geprüft. Eine Erneuerung und Bearbeitung eines Produktes kostet bis zu 40 Arbeitsstunden, die Erstauflage benötigt ungefähr ein halbes Jahr, bis sie alle Bereiche durchlaufen und von jedem Zustimmung erhalten hat.

Der nächste Beruf, den ich kennenlernen durfte, war der des Projektmanagements. Nach einem Meeting des einen Teams (dieser Bereich ist in zwei Teams aufgeteilt mit je ca. 10 Personen, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig unter die Arme greifen und vertreten, falls nötig), erklärte mir eine sehr freundliche Azubine, worum sich das Projektmanagement kümmert. Das Projektmanagement ist die Schnittstelle zwischen marcapo und dem Kunden. Jeder Mitarbeiter in dem Bereich betreut eine Firma intensiv und ein paar andere Firmen nebenbei, falls die zuständige Person ausfällt oder gerade viel um die Ohren hat. Man stellt den Kunden neue Produkte vor und ist der Ansprechpartner für Fragen und Wünsche.

Der letzte Marketingberuf, den ich entdecken durfte, war die Werbeberatung. In dem Bereich geht es um den Kontakt mit dem Endkunden und man wirkt im Namen der Marken. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Bereich auf Versicherungen und Ärzten. Die Zufriedenheit der Endkunden wird regelmäßig mit Umfragen geprüft und man verschickt Newsletter mit zur Nachfrage passenden Angeboten.

Als Fazit fand ich die Zeit bei marcapo echt super und total interessant, ich kann mir sogar vorstellen, beruflich in die Richtung zu gehen. Die Mitarbeiter sind echt ein klasse Team, jeder gibt jedem Ratschläge und konstruktive Kritik und auch in der Freizeit treffen sie sich, zum Beispiel bei einem Fotokurs oder dem marcapo-Laufteam. Ich wurde gut aufgenommen und mir wurde alles erklärt und wenn ich Fragen hatte, wurden die auch freundlich beantwortet. Außerdem wurde ich nach meiner Meinung und Ideen gefragt, das fand ich total cool, nachdem ich ja kein Experte in dem Gebiet bin. Dass ich in so viele Bereiche schnuppern durfte, war eine einmalige Chance und sehr gut organisiert. Wie ihr bereits merkt, komm ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus, es war wirklich eine tolle Erfahrung!