Nach einer arbeitsreichen Woche ging es für Jule und mich gestern zu einem tierischen Freizeitangebot in unserer Region.

Die Tiere, um die es sich handelt, sind auf dem Lipka- Hof in Weißbrunn zu Hause. Aus ihrem sehr weichen Fell, in das man sich am liebsten hineinlegen möchte, werden verschiedene Kleidungsstücke wie Socken, Mützen, Handschuhe, aber auch Pullover und T-Shirts gefertigt. Die Produkte sind gerade deswegen so beliebt, weil sie Schweißgeruch nicht aufnehmen und das Schwitzen verringern, bzw. starkes Schwitzen vermeiden. Das Tier, welches aus der Familie der Kamele stammt, kommt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Die Lebenserwartung liegt bei 20 -25 Jahren. Die langen dünnen Beine, sowie ein langer dünner Hals, sind äußere Merkmale dieser Tiere.

Um welches Tier handelt es sich nur?

 Die richtige Antwort ist, das Alpaka.

Für uns beide ging es in dieser Woche also zu einer Alpaka- Trekking Tour, in der Nähe des Steigerwalds, bei der man mit flauschigen Alpakas spazieren geht. Zuerst durften wir die süßen Tiere kennenlernen und natürlich die Alpakas auch uns. Damit jeder weiß, mit wem man es zu tun hat. Als Alpaka- Führer, erhielt jeder ein Alpaka für die Wanderung zugeteilt. Ich hatte Cookie. Er hat dunkelbraunes Fell und ist mit einem Stockmaß von ungefähr 80 cm noch relativ klein. Im Laufe der Jahre erreichen Alpakas ein Stockmaß von ungefähr 100 cm und ein Gewicht zwischen 50-70kg. 

Zwischen Jule und ihrem Alpaka Pulli, beide hatten ungefähr dieselbe Haar-bzw. Fellfarbe, war es quasi Liebe auf dem ersten Blick.                                 Zu beginn der Wanderung, ging es an einem Weg entlang, an dem relativ viel saftiges Gras wächst, für die Alpakas ein absolutes Paradies. Ans weiterlaufen war da vorerst gar nicht zu denken. Alle Alpakas bevorzugen es, lieber stehenzubleiben und zu futtern, anstatt weiterzugehen. Die Hauptnahrungsquellen der Tiere sind Wasser, Gras und Heu. Alpakas sind relativ einfach was das Essen, aber auch die insgesamte Haltung der Tiere angeht. Gerade deswegen werden Alpakas als Haustiere immer beliebter. Nach dem wir den Weg mit dem saftigen Gras hinter uns gelassen hatten, ging es in einen kleinen Wald. Von dort aus wurde unser Gang zügiger, da es weniger Ablenkungsmöglichkeiten, in Form von Nahrungsquellen für die Alpakas gab. Jedoch hatten nicht immer alle Lust weiterzulaufen. Im Normal Fall führen die großen Leittiere die „Karawane“ an, doch diesmal mussten ganz oft die kleineren vorne her Laufen und die größeren hinterher.

Zwischendrin haben wir immer wieder versucht Fotos und Selfies mit unseren Alpakas zumachen. Cookie war er der Typ, der lieber von der Kamera wegschaut als in die Kamera. Pulli hingegen entwickelte sich zu einem richtigen Insta- Alpaka, das gerne zusammen mit Jule in die Kamera schaute.

Kurz bevor es wieder zurück in den Stall ging, gab es noch eine kleine Rast an einer Art „Matschstelle“, wo sich die Alpakas drin rumwälzen können. Aufgrund der Hitze war der Boden sehr trocken und es staubte gewaltig, das machte den Alpakas jedoch nichts aus und ihnen war anzusehen, dass sie sichtlich Spaß hatten.

Im Laufe des Rückweges stellten wir uns die Frage, ob Alpakas auch rennen können. Die Antwort ist ja. Jule probierte es aus und rannte los, Pulli ihr nach. Für zwei weitere Alpakas war das scheinbar das Startsignal, den sie rannten den beiden zusammen mit ihren Führern bis zur Weide hinterher, wo gleichzeitig auch das Ende der Führung war. Das Fazit dieser Aktion: Alpakas können verdammt schnell rennen. Im Anschluss an die Führung gab es noch die Möglichkeit selbstgefertigte Alpaka- Produkte wie Seife, die gerade wegen des hohen Keratin- Gehaltes so beliebt ist, im dazugehörigen Hofladen zu erwerben.

Die Alpaka Trekking- Tour war auf jeden Fall ein tierisches Abenteuer mit vielen Kuscheleinheiten und auch sicherlich eines der Highlights als Jobentdeckerinnen. Am liebsten hätten wir uns ein kleines, süßes Alpaka für den Garten mitgenommen, doch irgendwann mussten wir dann doch Abschied nehmen. Auch für Jule hieß es nach diesem Ausflug Abschied nehmen, denn sie ist nun am Ende ihres spannenden vierwöchigen Jobentdeckerprojektes angekommen.