Tausende Tischtennisschlägerbeläge pro Tag, kaum zu glauben, oder? Doch das ist längst nicht alles, was ESN zu einem besonderen Betrieb macht.

Hier kommt Annas Bericht:

Gleich zu Beginn durften Madleine und ich feststellen, dass sich jede/r Mitarbeiter/in duzt, sodass alles ein bisschen lockerer und familiärer ist. Außerdem hat das Betriebsklima insgesamt einen super Eindruck gemacht.

Doch jetzt erstmal weiter mit dem Tagesablauf, die positiven Seiten des Unternehmens werden dann dazwischen immer wieder auftauchen! Nach der Begrüßung und einer kurzen Hausführung – Gebäude sehr neu, Einrichtung modern & digital – ging es für uns zur Sicherheitseinweisung mit Marko – ja, durchs Duzen fällt dann auch der Nachname weg – die sehr wichtig in einem solchen Unternehmen mit vielen Maschinen ist, dass auch jede/r wieder heil dort „raus kommt“. Nachdem wir dann auch mit allen Gefahren vertraut waren, ging´s für uns durch die Produktion, um uns ein erstes Bild zu machen und zu sehen, wie aus Kautschuk ein Tischtennisschlägerbelag wird, zumindest grob, denn dass da noch viel mehr dranhängt, hab ich in der nächsten Abteilung, der Entwicklung, erfahren. Hier werden dauernd Beläge getestet, neue Ideen entworfen und wie der Name schon sagt, neue Entwicklungen erforscht. Außerdem an verschiedensten Belägen „gebastelt“, bis am Ende DER perfekte Schläger entwickelt ist – was wahrscheinlich kein Ende findet, da immer wieder neue Dinge modern werden und auf den Markt kommen sollen. Sobald so ein „Plan“ für eine neue Idee nämlich aufgestellt ist, geht’s damit schon ins Prüflabor, wo ich nach meiner Mittagspause auch zu finden war. Dort werden die neu entwickelten Noppengummis und Schwämme auf verschiedenste Dinge getestet. Hier ein paar wichtige Maschinen aus der Abteilung.

Nach einem kurzen Gespräch mit Sebastian – Teamkoordinator im Bereich Markt, Kunde & Produktentwicklung – war mein erster Tag auch schon wieder zu Ende.

Nachdem am ersten Tag schon mehrmals erwähnt wurde, was für tolle Dinge am zweiten auf mich warten, war ich super gespannt und startete in diesen mit voller Vorfreude – hat sich dann übrigens auch alles bestätigt!! Nach einem kurzen Vortrag von Anna, Personal-Referentin bei ESN, welcher über die Werte des Unternehmens ging – diese werden übrigens bei ESN ganz großgeschrieben, um ein so gutes Arbeitsklima wie möglich zu schaffen – ging´s für mich ins Technikum, wo ich selbst einen Tischtennisschlägerbelag herstellen durfte. Kautschuk mit verschiedensten Chemikalien in die Walze, danach pressen, stanzen, messen, …, ja und am Ende hielt ich meinen ersten, selbst gemachten Tischtennisschlägerbelag in der Hand – ob´s bei diesem einen bleiben wird?? Wir werden in Zukunft sehen, no one knows! Danach ging´s für mich zu Patrick, er macht momentan ein Duales Studium und hat mir darüber Verschiedenes erzählt. Zum Beispiel ist seiner Meinung nach ein Praktikum immer sinnvoll, da so der Arbeitgeber und du selbst siehst, ob diese Arbeit zu dir passt, also zögert ab sofort nicht mehr, sondern macht´s einfach!! Er schreibt übrigens bald seine Masterarbeit, also: DAUMEN DRÜCKEN!!! Als letztes durfte ich noch den wahrscheinlich coolsten Job testen: Tischtennis spielen und dabei die verschiedensten Beläge testen, um nach der Protokollführung den Belag nochmal zu optimieren. Gegen den 2. Liga Spieler Hermann, hatte ich leider 0,0 Chancen, jedoch konnte er mir ein paar Tricks zeigen, war echt cool! Zuletzt noch ein paar Fragen geklärt, schon war auch der zweite Tag zu Ende, schade!!

Ehrlich gesagt wusste ich vor dem Projekt nicht einmal, dass es ESN gibt. Doch es ist ja nicht irgendein Unternehmen, es ist eines der besten weltweit und stellt Beläge für Profis der ganzen Welt her. Was auch für mich nicht so klar war, wie viel Arbeit in einem Tischtennisschlägerbelag steckt, doch glaubt mir, es ist 1000mal mehr, als man denkt!

Und hier ist Madleines bericht über ihre zwei Tage bei ESN:

Wie am Anfang des Berichtes bereits erwähnt, ging es für uns beide in dieser Woche zu einer ganz besonderen Firma in unserem Landkreis. ESN ist für viele nicht direkt ein Begriff, sollte es aber, den mit tausenden produzierten Tischtennisschlägerbelägen pro Tag, zählt ESN zu den Weltmarktführeren in seiner Branche. Das Unternehmen existiert bereits seit den 1990 Jahren und hat sich im Laufe der Jahre stark vergrößert, was auch an der Mitarbeiterzahl deutlich wird. Angefangen mit 3, zählen heute über 220 Mitarbeiter aus 15 Nationen zum Unternehmen dazu. ESN hat Kunden auf der ganzen Welt, unter anderem in China und Japan und gehört somit zu einem der erfolgreichsten Unternehmen in den Haßbergen.

Nach einer Führung durch das Gebäude und die Produktion, ging es für mich in die SCM- Abteilung. SCM steht für Supply Change Management und bedeutet übersetzt so viel wie „Lieferplanung“. Hier wurden mir die verschiedenen Vorgänge erklärt, die bei der Planung der Produktion und Lieferung beachtet werden müssen, damit der Kunde seine Ware zum bestellten Termin, fristgerecht geliefert bekommen kann. Die Beläge dürfen weder zu früh noch zu spät produziert werden, damit keine unnötigen Lagerkosten anfallen, das Produkt aber noch rechtzeitig beim Kunden ankommen kann. Gerade bei Transporten ins Ausland, müssen viele Details beachtet werden, wie z.B. das Transportmittel Flugzeug, Schiff, LKW etc., aber auch der Zoll.

Danach ging es für mich weiter in die EDV-Abteilung. Hier wurde mir einiges über die Server und Datenübertragungen der Firma erklärt, bevor es für mich weiter ins Sekretariat ging. Hier habe ich einen spannenden Einblick in die Terminplanung der beiden Geschäftsführer erhalten. Neben den alltäglichen Terminen müssen hier auch Auslandreisen geplant und vorbereitet werden.

Am Nachmittag beschäftigte ich mich mit der Arbeit im Personalwesen. Petra erklärte mir die verschiedenen Schritte, die ein Bewerber im Bewerbungsverfahren durchlaufen kann. Von Bewerbungsgesprächen bis hin zu Absagen erhielt ich einen sehr spannenden Einblick in die einzelnen Aufgaben bevor mein erster Tag auch schon wieder zu Ende war.

Den Vormittag meines zweiten Tages verbrachte ich zusammen mit Anna. Sie ist als Personalreferentin für das Unternehmen tätig. Zu Beginn beschäftigten wir uns mit den Werten der Firma- die ein wichtiger Bestandteil im täglichen Umgang miteinander aber auch in Bezug mit den Kunden darstellt. Damit die Werte auch bei allen Mitarbeitern ankommen, wurde ein eigens konzipiertes Konzept entwickelt, das bei dieser Aufgabe unterstützen soll, dass sog. Werteroulette. Durch kleine Aufgaben, die in Besprechungen etc. jederzeit eingebaut werden können, soll im gemeinsamen Austausch sichergestellt werden, dass „alle“ das gleiche unter diesem Wert verstehen. Einer der Werte ist z.B. „Kundenbegeisterung“. Man kann sich ja einmal Gedanken darüber machen, was man selbst unter diesem Begriff verstehen würde….

Anna hat auch noch den Aufgabenbereich „BGM“ bei ESN übernommen. BGM steht für Betriebliches Gesundheit Management und hat die Aufgabe sich um das gesundheitliche Wohlbefinden der Mitarbeiter zu kümmern. Ganz offensichtliche Punkte sind hierbei, dass alle Arbeitsplätze ausreichend gesichert sind. ESN liegt die Gesundheit seiner Mitarbeiter aber ganz besonders am Herzen, was ein weiterer Punkt ist, der die Firma als Arbeitsplatz äußerst attraktiv gestaltet. Den Mitarbeitern stehen täglich kostenlos Wasser und Obst zu Verfügung, denn gute Ernährung trägt maßgeblich zu einem gesunden Körper bei. Der Arbeitskreis, der extra zum Thema Gesundheit gegründet wurde, beschäftigt sich vor allem damit, wie das Thema Gesundheit interessant an die ganzen 200 Mitarbeiter gebracht werden kann. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der jährlich veranstaltete Gesundheitstag. Neben Sportkurse wie Yoga oder Rückenschule, gibt es hier auch immer Vorträge zum Thema Gesundheit. ESN bietet neben einem eigenen Fitnessstudio auch wöchentliche Sportkurse an, die nach Belieben von den einzelnen Mitarbeitern genutzt werden können. Für einen entspannten Feierabend, stellt ESN drei Massagen pro Monat jedem Mitarbeiter zur Verfügung. Bei einem so vielfältigen Angebot an Zusatzangeboten macht Arbeiten auf jeden Fall gleich doppelt so viel Spaß 😊

Das dritte große Thema, über das mir Anna einiges Berichten konnte, war das Teamcoching. Hierbei ging es vor allem um verschiedene Möglichkeiten, wie man ein Team zusammenbringen kann, bzw. die Teamarbeit stärken kann, aber auch in Streit Situationen als Mentor unterstützen kann.

Vor meiner Mittagspause ging es für mich noch zu Monika. Sie ist für das Projektmanagement bei ESN zuständig. Wenn jemand ein neues Projekt starten möchte, als Beispiel die Anschaffung einer neuen Maschine, gibt es speziell entwickelte Leitlinien mit Leitfäden, die die Umsetzung eines Projektes erleichtern, aber auch für einen einheitlichen Projektvorgang in der Firma sorgen.

Am Nachmittag ging es für mich wieder zu Petra. Heute beschäftigten wir uns vor allem mit dem Ausscheiden oder Entlassen von Mitarbeitern. Welche Zeiträume und Vorschriften bei Kündigungen beachtet werden müssen. Zum Schluss erhielt ich noch einen kurzen Einblick in die Struktur des Personalmanagements. In einer gemeinsamen Abschlussrunde konnten wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren lassen.

Fazit: Zum Schluss können wir sagen, dass wir eine unglaublich spannende Zeit bei ESN gehabt haben. Die ganzen Abläufe und Planungen waren super organisiert und wir hatten immer das Gefühl, willkommen zu sein. An alle die uns diese zwei wundervollen Tage ermöglicht haben, nochmal ein herzliches Dankeschön!!!