All posts by Ann-Katrin Heusinger

Ende gut, alles gut!

Meine letzte Woche als Jobentdeckerin war ich bei der Firma Soundhouse in Haßfurt als Veranstaltungstechnikerin tätig.

Im Beruf des Veranstaltungstechniker kümmert man sich um alles, was mit Konzerten und anderen Veranstaltungen zu tun hat. Von Musik über Bühnenbild bis zur Requisite.

Diese Woche war besonders viel los, am ersten Tag besuchte mich der Bayrische Rundfunk, welcher einen Beitrag bei der Frankenschau abdrehte. Am zweiten Tag kam auch noch der Hörfunk – Bayern 1 – zu Besuch, um ein ausführliches Interview über das Projekt abzuhalten.
Aber abgesehen von der Medienpresents war natürlich auch Arbeit für mich angesagt.

Als ich ankam und erstmals in die Tätigkeiten und Aufgaben als Veranstaltungstechniker eingewiesen wurde, ging es gleich zur Sache.
Wir bauten eine Probeanlage, wie sie auch bei Konzerten vertreten ist, auf.
Viele Musikboxen und Kabel, außerdem ein Mischpult und Bassboxen.
Im Vordergrund hierbei stand, die neuen und alten Musikanlagen zu vergleichen.
Ganz schön anstrengend, ein echter Knochenjob.
Neben den Boxen, haben nämlich auch die Kabel ein erhebliches Gewicht.

Jedes Instrument hat seine eigene Tonspur, durch einen Knopfdruck kann man demnach das komplette Lied verändern.
Anschließend standen die, wie vorher erwähnt, Dreharbeiten mit dem BR an. Übrigens: Wer die Frankenschau verpasst hat, kann sich den Bericht noch über die BR-Mediathek ansehen.
Nach 3 Stunden Interview und Kameraarbeit, versuchte ich mein Glück am Mischpult.
Viele verschiedene Regler, mit welchen man ein Musikstück komplett verändern kann.

Am nächsten Tag ging es gleich mit dem Interview für Bayern 1 los.
Danach ging es für mich und den Auszubildenden Jan ins Lager 2. Hier müssen die verschiedensten Dinge, welche für ein anstehendes Konzert benötigt werden, zum Hauptsitz der Firma Soundhouse gebracht werden.
Anschließend hieß es für mich und die anderen Veranstaltungstechniker: LKW für ein baldiges Konzert beladen.
Alle „Cases“, wie die Kisten, welche mit den Benötigten Materialien beladen sind, in Fachsprache heißen, müssen in einen großen Truck eingeladen werden. Gefühlt 100 von diesen Cases müssen mit System und nach Logik eingeladen, gestapelt und befestigt werden.

Fazit ist also, dass der Beruf eines Veranstaltungstechnikers mit viel Spaß verbunden ist, dafür allerdings Muskelkraft erfordert.
Ich bin der Meinung, dass Mädchen in diesem Beruf unterschätzt werden, traut euch!


Ein Tag im STEIGERWALD

Das Freizeitangebot in dieser Woche stand ganz unter dem Motto, „Den Steigerwald entdecken“.
Unser Tag startete am Erlebnispfad in Tretzendorf. Dort empfing uns bereits, die für den Steigerwald zuständige Naturpark- Rangerin Verena Kritikos. Zu den Aufgaben eines Rangers bzw. einer Rangerin gehört, neben dem Beraten der Landwirte in umweltschützenden Fragen, auch die Arbeit mit den Gästen, die sich für den Naturpark Steigerwald und den dazugehörigen Schutz interessieren. Auf dem Weg erzählte uns Verna viel über das Wirtschaften im Wald und die darin vorkommende Fauna und Flora. Zwischendrin machten wir immer wieder an Stationen halt, um unser Wissen über verschiedene Bereiche, wie Baumarten, oder Vogelstimmen mit kleinen Spielen zu testen.

Madleine, Anna und Anja zusammen mit der Rangerin
Unterwegs mit Naturpark-Rangerin Verena. (Foto: Anja Güll).

Aktuell gibt es einen Wettbewerb im ganzen Naturparkgebiet. Gesucht werden die schönsten Fotos aus der Natur. Auf die Sieger warten großartige Preise, unter anderem Produkte aus der Region, oder Eintrittskarten für den Baumwipfelpfad. Weitere Infos zu der Fotoaktion gibt es unter:
www.steigerwald-naturpark.de/fotowettbewerb

Nach einer Führung durch das UmweltBildungsZentrum in Oberschleichach gönnen wir uns alle eine Mittagspause im wunderschönen und tiergerechten Garten des Gebäudes. Die UBiZ-Leiterin Dr. Christine Thorn stellte uns die Arbeit des UBiZ vor, gab einen Einblick in die Geschichte der Einrichtung und erklärte, welche Angebote es im Bereich Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) gibt.

Die Jobentdeckerinnen Ann-Katrin, Anna und Madleine mit Dr. Christine Thorn, der Leiterin des UBiZ. (Foto: Anja Güll.)

Um noch mehr Seiten des Steigerwaldes entdecken zu können, ging es danach zum Geocaching. Herr Winter vom Kreisjugendring Landkreis Haßberge (KJR) macht uns sowohl mit dem Sinn des Geocachings, als auch mit den benötigten Geräten vertraut.

Fragebogen und das Geocacher Gerät

Geocaching ist im Landkreis Haßberge sehr stark vertreten, 1000 große und kleine Dosen und Boxen, welche für das Caching benötigt werden, sind im ganzen Landkreis verteilt.
Unsere Tour führt quer durch den Steigerwald, wir müssen verschiedene Fragen beantworten, dessen Antworten wir an bestimmten Stationen finden, dahin führt uns das Gerät, welches uns den Weg anzeigt.
Mit viel Motivation starten wir am Waldspielplatz in Unterschleichach.
Von dort aus geht es über Stock und Stein in den Wald. Die Geocaching Geräte zeigen einem den zu laufenden Weg, allerdings nur die Luftlinie! Das heißt, man muss sich selbst Orientieren.
Der Pfeil des Gerätes zeigt manchmal einen tiefen Anhang nach unten oder quer durch einen Bach, dann muss man sich selbst einen Weg, welcher am Ende die gleiche Luftlinie entlang führt, suchen.
Meistens finden wir einen Weg, welcher uns zur nächsten Station führt, manchmal laufen wir aber auch quer einen Berg runter oder mit voller Freude die Weinreben entlang. Ob man richtig läuft oder nicht sieht man oft an den noch zu laufenden Kilometern, wenn sie mehr werden kann man sich meist sicher sein, dass irgendetwas nicht passt.

8 Km ging unsere Stecke, bei 28° gar nicht so einfach!


Am Ende müssen wir alle beantworten Fragen in Koordinaten für das Ziel umrechnen.
„Rechne mal 3×5-9+4″….
Natürlich schaffen wir es die richtigen Koordinaten zu errechnen, auf wessen Spur wir uns als nächstes begeben.
Als wir dort ankommen lösen wir ein weiteres Rätsel, um einen Tipp zum Fundort der Dose zu bekommn muss man ein Worträtsel lösen. Mit Bravour hat Anna das geschafft.
(Wenn man beim Geocaching am Ziel angekommen ist, findet man eine Box, mit dingen, die andere Geocacher vorher hineingelegt haben, aus dieser Box kann man dann etwas gegen eine seiner Wertstücke eintauschen.)
Unser Weg endet wieder am Waldspielplatz und wir haben die 8 Km in 2,5 Stunden gemeistert, mit Stolz endet unser aufregender Tag im Steigerwald.

Ein Ausflug in den Steigerwald lohnt sich also! 🙂


Das Bayerische Rote Kreuz

Und auch meine vorletze Woche als Jobentdeckerin ist zu Ende gegangen. Diese Woche durfte ich beim Bayrischen Roten Kreuz „hinter die Kulissen“ schnuppern.

Habt ihr gewusst, dass das BRK nicht nur Rettungsdienst sind? Ich durfte meine Tage in einer Ferienbetreuung verbringen, welche auch vom BRK ausgeht. Vorab muss ich sagen, dass ich aufgrund des Datenschutzes nicht viele Bilder machen konnte, weil nur wenige Eltern mit der Veröffentlichung einverstanden waren.

Ich denke viele von euch kennen sich schon ein bisschen mit Ferienprogrammen aus. Kinder bespaßen, basteln und spielen.Dies muss einer Person natürlich erstmal gefallen. Den ganzen Tag von Kindern umgeben. Mir macht sowas Gott sei Dank viel Spaß. Beim Vorstellungsgespräch, bei welchem ich mich bereits mit Mitarbeitern des BRK unterhalten habe, habe ich vorab den Wunsch geäußert, dass ich mich für die Ferienbetreuung interessiere.

So kam es dann auch und ich bin Dienstag früh um 8 Uhr im Gebäude der Mittagsbetreuung in Hassfurt eingetroffen. Die Kinder, welche schon dort waren, schienen sehr offen und zuvorkommend. Randinformation: Kids zwischen 6 & 13 dürfen das Ferienprogramm in Hassfurt besuchen. Das Thema der Woche war das Mittelalter, auf dies wurde das Programm aufgebaut.

Am ersten Tag bastelten die Kinder Kronen und Hüte für echte Burgfräulein. Am zweiten Tag durften die Kinder wie im Mittelalter essen. Eine Situation, mit welcher man erstmal „klar kommen“ muss. Alle wollen, dass man sich neben sie setzt, schmatzen wie die Weltmeister und sie rülpsen permanent in deine Richtung. Würde dich das stören? Außerdem wurde das Thema am 2. Tag auch durch ein Lagerfeuer, um welches Marshmellows gebrutzelt wurden, aufgegriffen.

Was mir besonders an dieser Woche gefallen hat war, dass die Zeit (8-16Uhr) erstaunlich schnell vorbeiging. Man hatte immer was zutun, egal ob Schach spielen, Zauberwürfel lösen oder einfach mal aufpassen, es ist immer was geboten. Außerdem finde ich es erstaunlich, dass die 5 Betreuer das Essen jeden Tag, mit den Kindern zusammen, selbst zubereiten. Neben dem Mittagessen werden auch Kekse und andere Leckereien gebacken. Das gekochte Mittagessen ist auch nicht, wie man sich dies vielleicht vorstellt. Kein Kantinen Essen, zu wessen Verzehr man fast gezwungen werden muss. Döner gab es am ersten Tag! Von Brot bis Soße, alles selbst gemacht. Die Kinder bereiten den Teig vor und stampfen sogar die Knoblauchzehen.

Hört euch mal ein bisschen rum, es gibt so viele Ferienprogramme, bei welchen man mit Sicherheit mal reinschnuppern kann. Auch Freiwillige Jahre können bei solchen Betreuungen absolviert werden. Wenn ihr an der Arbeit mit Kindern interessiert seid, gibt es da viele Möglichkeiten auch in anderen Regionen und kleinen Dörfern.


Meine Jobentdecker-Woche bei der Steuerkanzlei

Meine 2. Woche als Jobentdeckerin war ein voller Erfolg!
Steuerfachangestellte. Ein Beruf unter welchem sich wahrscheinlich die meisten von euch nicht wirklich viel vorstellen können.
Diejenigen, die sagen, es sei ein zu monotoner Beruf, kann ich hoffentlich mit diesen Bericht umstimmen.

Mein erster Tag hat begonnen. Meine Stimmung, eher mau.
Steuerfachangestellte, wird sicher total langweilig. Zahlen und Computer, mehr nicht.
Dies waren meine Gedanken, als ich das Haus der Steuerkanzlei Steunhäuser & Hümmer betrat.
Ich wurde von Katrin Schmitt, meiner Ansprechpartnerin für diese Tage, empfangen.
Sie habe ich schon beim Vorstellungsgespräch für die Jobentdecker kennengelernt.

Die Chefin der Steuerkanzlei Steunhäuser & Hümmer legt großen wert darauf, sich dem heutigen Zeitalter anzupassen.
Digitalisierung ist hierbei die große Überschrift.
„Ich möchte nicht die erste sein, aber im ersten Drittel“, ist eine Aussage, welche ich in meinen 2 Tagen des öfteren zuhören bekomme.
Jeder Arbeitsplatz ist mit 2 Computerbildschirmen, Telefon mit Headset und den neusten Computerprogrammen ausgestattet.
Ich finde es wichtig nicht auf alten Methoden zu beharren, wenn es mittlerweile so viele neue und vorallem vereinfachende Mittel gibt. Vieles funktioniert, anstatt 283 Blätter zu benutzen, mit einem einfachen Mausklick und guten Augen.
Man muss die Arbeit der Computer immer kontrollieren aber mit Konzentration und dem richtigen Wissen ist auch dies ein Kinderspiel.
**klick klick klick**
sehe ich bei Katrin nur und alles ist erledigt. Die Stunden vergehen wie Minuten, da man immer etwas zutun hat. Und falls man dann doch mal ein Minütchen Luft hat, kann man sich bezüglich des Computerprogramms selbstständig weiterbilden.

QuB ist ein Bereich, um welchen sich die neue Auszubildende, Diana, kümmert.
Hierbei handelt es sich um das umweltbewusste Führen des Betriebes.
Auch die Chefin legt großen Wert auf den Umweltschutz.
Sie reduzieren ihren Papierverbrauch fast gegen Null.
Außerdem wollen sie auf ökologische Produkte umsteigen, Bambusblätter zum Beispiel.
Wenn mal ein Schmierblatt zu viel ist, wird es ganz einfach als Tassenuntersetzer verwendet und Blätter werden strikt immer doppelseitig bedruckt.
Es gibt so viele Möglichkeiten, den Planeten zu schützen, die Steuerkanzlei legt hier großen Wert drauf, was ich auch echt echt wichtig finde.
Hinzufügen möchte ich, dass sich auch andere Firmen hier ein Beispiel nehmen sollten.
Wenn das Umstellen von Steuerkanzlein, welche damals 1937 Ordner mit 7281947 Blättern benutzten, funktioniert, dann sollte es auch in anderen Bereichen kein Problem sein, mehr auf die Digitalisierung zu setzen.

Mich hat meine Jobentdecker-Woche bei der Steuerkanzlei positiv überrascht.
Weder monoton, noch langweilig, ganz im Gegenteil! Mir haben die 2 Tage viel Spaß gemacht und die Zeit verging wie in Flug.
Ich kann jedem empfehlen sich mal genauer mit diesem Beruf zu befassen.
Ein eher unbeliebter, unbekannter Beruf, welcher voller Abenteuer und Spannung steckt!

„Alle denken, der Beruf ist ein Rohbau aber eigentlich ist es ein großes Familienhaus“
-Diana Then, Azubi

(Aufgrund des Datenschutzes können nicht viele Bilder veröffentlicht werden)




MEIN ERSTES PRAKTIKUM

Auch meine erste Jobentdecker-Woche hat gestartet.
Heizung, Sanitär, Spenglerei Stretz war hier das Stichwort.

In diese Praktikumstage startete ich mit eher gemischten Gefühlen.

Handwerkliche Arbeit?
Auf der Baustelle?
Ich als kleines, zierliches Mädel?

Aber andererseits war ich sehr gespannt, welche Herausforderungen mich erwarten und mich an meine Grenzen bringen würden.

Dienstag, 7 Uhr morgens, Arbeitsbeginn.
Angekommen beim Firmensitz in Neubrunn wurde ich von Firmenchef, Rainer Stretz, herzlich empfangen.
Als dann auch der Rest der männlichen Mitarbeiter eintrudeln, wurde ich auch von diesen mit positiver Einstellung aufgenommen.

Nach kurzer Verschnaufpause geht es dann auch schon los.
         – Auto beladen-
Alle auf der Baustelle benötigten Materialien, müssen in das Firmenauto gepackt werden.

Als dies geschafft war, kam für mich die erleichternde Nachricht.

„Heute darfst du mit in den Kundendienst“

->für Dienstag also keine Baustelle für mich.

Kundendienst ist ein sehr abwechslungsreiches Feld dieses Berufes.
Man fährt mit dem Auto zu den Kunden und kontrolliert, ob alles in rechter Ordnung ist.
Wenn etwas nicht passt, wird es gleich vor Ort repariert.

Hast du gewusst, dass auch Gartenschlauchanschlüsse bei der Firma Stretz auf dem Programm stehen?

Am Mittwoch geht es für mich dann richtig los.
Ab auf die Baustelle!
Mit dem Chef höchstpersönlich und einem Azubi fahren wir nach Zeil auf eine Baustelle. Jetzt hieß es: -Heizungsrohre verlegen-

Ganz schön kompliziert!
Man muss auf viele Dinge achten.
„Vorlauf, Rücklauf, 20 16 20, 16 20 20“
Wörter, die für mich. 1. keinen Sinn und 2. keinen Zusammenhang hatten.

Arbeit vor Schönheit!
Natürlich wird man ziemlich dreckig aber dafür wird man mit einem fantastischen Gefühl belohnt, wenn mannseine Arbeit vollständig und ordentlich erledigt hat.

Das sind die Röhren für die Heizung.
Mit dem blauen Werkzeug werden unbenötigte

Was für ein riesiger Warmwasserspeicher.
In diesen Maschinen wird das Wasser, dass DU zum Duschen brauchst, erhitzt und gespeichert.

Mich hat mein Praktikum bei der Firma Stretz echt überzeugt und positiv überrascht. Das Team ist sehr gut aufeinander abgestimmt. Alle sind freundlich zueinander und für ein so kleines Unternehmen, schafft dieses Team echt viel!
Ich bin der Meinung, dass mehr Mädchen sich diesen Beruf mal anschauen sollten, Praktika dind hier eine gute Möglichkeit.

ES IST KEIN MÄNNERBERUF!

Wenn ihr noch Fragen zu meiner Zeit bei Heizung sanitär Spenglerei Stretz habt, schreibt mir auf Instagram!

Bis nächste Woche,

eure Ann-Katrin