Weltmarktführende Tischtennis- Technologien in den Haßbergen!

Tausende Tischtennisschlägerbeläge pro Tag, kaum zu glauben, oder? Doch das ist längst nicht alles, was ESN zu einem besonderen Betrieb macht. Gleich zu Beginn durften Madleine und ich feststellen, dass sich jede/r Mitarbeiter/in duzt, sodass alles ein bisschen lockerer und familiärer ist. Außerdem hat das Betriebsklima insgesamt einen super Eindruck gemacht. Doch jetzt erstmal weiter mit dem Tagesablauf, die positiven Seiten des Unternehmens werden dann dazwischen immer wieder auftauchen! Nach der Begrüßung und einer kurzen Hausführung – Gebäude sehr neu, Einrichtung modern & digital – ging es für uns zur Sicherheitseinweisung mit Marko – ja, durchs Duzen fällt dann auch der Nachname weg – die sehr wichtig in einem solchen Unternehmen mit vielen Maschinen ist, dass auch jede/r wieder heil dort „raus kommt“. Nachdem wir dann auch mit allen Gefahren vertraut waren, ging´s für uns durch die Produktion, um uns ein erstes Bild zu machen und zu sehen, wie aus Kautschuk ein Tischtennisschlägerbelag wird, zumindest grob, denn dass da noch viel mehr dranhängt, hab ich in der nächsten Abteilung, der Entwicklung, erfahren. Hier werden dauernd Beläge getestet, neue Ideen entworfen und wie der Name schon sagt, neue Entwicklungen erforscht. Außerdem an verschiedensten Belägen „gebastelt“, bis am Ende DER perfekte Schläger entwickelt ist – was wahrscheinlich kein Ende findet, da immer wieder neue Dinge modern werden und auf den Markt kommen sollen. Sobald so ein „Plan“ für eine neue Idee nämlich aufgestellt ist, geht’s damit schon ins Prüflabor, wo ich nach meiner Mittagspause auch zu finden war. Dort werden die neu entwickelten Noppengummis und Schwämme auf verschiedenste Dinge getestet. Hier ein paar wichtige Maschinen aus der Abteilung.

Nach einem kurzen Gespräch mit Sebastian – Teamkoordinator im Bereich Markt, Kunde & Produktentwicklung – war mein erster Tag auch schon wieder zu Ende.

Nachdem am ersten Tag schon mehrmals erwähnt wurde, was für tolle Dinge am zweiten auf mich warten, war ich super gespannt und startete in diesen mit voller Vorfreude – hat sich dann übrigens auch alles bestätigt!! Nach einem kurzen Vortrag von Anna, Personal-Referentin bei ESN, welcher über die Werte des Unternehmens ging – diese werden übrigens bei ESN ganz großgeschrieben, um ein so gutes Arbeitsklima wie möglich zu schaffen – ging´s für mich ins Technikum, wo ich selbst einen Tischtennisschlägerbelag herstellen durfte. Kautschuk mit verschiedensten Chemikalien in die Walze, danach pressen, stanzen, messen, …, ja und am Ende hielt ich meinen ersten, selbst gemachten Tischtennisschlägerbelag in der Hand – ob´s bei diesem einen bleiben wird?? Wir werden in Zukunft sehen, no one knows! Danach ging´s für mich zu Patrick, er macht momentan ein Duales Studium und hat mir darüber Verschiedenes erzählt. Zum Beispiel ist seiner Meinung nach ein Praktikum immer sinnvoll, da so der Arbeitgeber und du selbst siehst, ob diese Arbeit zu dir passt, also zögert ab sofort nicht mehr, sondern macht´s einfach!! Er schreibt übrigens bald seine Masterarbeit, also: DAUMEN DRÜCKEN!!! Als letztes durfte ich noch den wahrscheinlich coolsten Job testen: Tischtennis spielen und dabei die verschiedensten Beläge testen, um nach der Protokollführung den Belag nochmal zu optimieren. Gegen den 2. Liga Spieler Hermann, hatte ich leider 0,0 Chancen, jedoch konnte er mir ein paar Tricks zeigen, war echt cool! Zuletzt noch ein paar Fragen geklärt, schon war auch der zweite Tag zu Ende, schade!!

Ehrlich gesagt wusste ich vor dem Projekt nicht einmal, dass es ESN gibt. Doch es ist ja nicht irgendein Unternehmen, es ist eines der besten weltweit und stellt Beläge für Profis der ganzen Welt her. Was auch für mich nicht so klar war, wie viel Arbeit in einem Tischtennisschlägerbelag steckt, doch glaubt mir, es ist 1000mal mehr, als man denkt!

Wie am Anfang des Berichtes bereits erwähnt, ging es für uns beide in dieser Woche zu einer ganz besonderen Firma in unserem Landkreis. ESN ist für viele nicht direkt ein Begriff, sollte es aber, den mit tausenden produzierten Tischtennisschlägerbelägen pro Tag, zählt ESN zu den Weltmarktführeren in seiner Branche. Das Unternehmen existiert bereits seit den 1990 Jahren und hat sich im Laufe der Jahre stark vergrößert, was auch an der Mitarbeiterzahl deutlich wird. Angefangen mit 3, zählen heute über 220 Mitarbeiter aus 15 Nationen zum Unternehmen dazu. ESN hat Kunden auf der ganzen Welt, unter anderem in China und Japan und gehört somit zu einem der erfolgreichsten Unternehmen in den Haßbergen.

Nach einer Führung durch das Gebäude und die Produktion, ging es für mich in die SCM- Abteilung. SCM steht für Supply Change Management und bedeutet übersetzt so viel wie „Lieferplanung“. Hier wurden mir die verschiedenen Vorgänge erklärt, die bei der Planung der Produktion und Lieferung beachtet werden müssen, damit der Kunde seine Ware zum bestellten Termin, fristgerecht geliefert bekommen kann. Die Beläge dürfen weder zu früh noch zu spät produziert werden, damit keine unnötigen Lagerkosten anfallen, das Produkt aber noch rechtzeitig beim Kunden ankommen kann. Gerade bei Transporten ins Ausland, müssen viele Details beachtet werden, wie z.B. das Transportmittel Flugzeug, Schiff, LKW etc., aber auch der Zoll.

Danach ging es für mich weiter in die EDV-Abteilung. Hier wurde mir einiges über die Server und Datenübertragungen der Firma erklärt, bevor es für mich weiter ins Sekretariat ging. Hier habe ich einen spannenden Einblick in die Terminplanung der beiden Geschäftsführer erhalten. Neben den alltäglichen Terminen müssen hier auch Auslandreisen geplant und vorbereitet werden.

Am Nachmittag beschäftigte ich mich mit der Arbeit im Personalwesen. Petra erklärte mir die verschiedenen Schritte, die ein Bewerber im Bewerbungsverfahren durchlaufen kann. Von Bewerbungsgesprächen bis hin zu Absagen erhielt ich einen sehr spannenden Einblick in die einzelnen Aufgaben bevor mein erster Tag auch schon wieder zu Ende war.

Den Vormittag meines zweiten Tages verbrachte ich zusammen mit Anna. Sie ist als Personalreferentin für das Unternehmen tätig. Zu Beginn beschäftigten wir uns mit den Werten der Firma- die ein wichtiger Bestandteil im täglichen Umgang miteinander aber auch in Bezug mit den Kunden darstellt. Damit die Werte auch bei allen Mitarbeitern ankommen, wurde ein eigens konzipiertes Konzept entwickelt, das bei dieser Aufgabe unterstützen soll, dass sog. Werteroulette. Durch kleine Aufgaben, die in Besprechungen etc. jederzeit eingebaut werden können, soll im gemeinsamen Austausch sichergestellt werden, dass „alle“ das gleiche unter diesem Wert verstehen. Einer der Werte ist z.B. „Kundenbegeisterung“. Man kann sich ja einmal Gedanken darüber machen, was man selbst unter diesem Begriff verstehen würde….

Anna hat auch noch den Aufgabenbereich „BGM“ bei ESN übernommen. BGM steht für Betriebliches Gesundheit Management und hat die Aufgabe sich um das gesundheitliche Wohlbefinden der Mitarbeiter zu kümmern. Ganz offensichtliche Punkte sind hierbei, dass alle Arbeitsplätze ausreichend gesichert sind. ESN liegt die Gesundheit seiner Mitarbeiter aber ganz besonders am Herzen, was ein weiterer Punkt ist, der die Firma als Arbeitsplatz äußerst attraktiv gestaltet. Den Mitarbeitern stehen täglich kostenlos Wasser und Obst zu Verfügung, denn gute Ernährung trägt maßgeblich zu einem gesunden Körper bei. Der Arbeitskreis, der extra zum Thema Gesundheit gegründet wurde, beschäftigt sich vor allem damit, wie das Thema Gesundheit interessant an die ganzen 200 Mitarbeiter gebracht werden kann. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der jährlich veranstaltete Gesundheitstag. Neben Sportkurse wie Yoga oder Rückenschule, gibt es hier auch immer Vorträge zum Thema Gesundheit. ESN bietet neben einem eigenen Fitnessstudio auch wöchentliche Sportkurse an, die nach Belieben von den einzelnen Mitarbeitern genutzt werden können. Für einen entspannten Feierabend, stellt ESN drei Massagen pro Monat jedem Mitarbeiter zur Verfügung. Bei einem so vielfältigen Angebot an Zusatzangeboten macht Arbeiten auf jeden Fall gleich doppelt so viel Spaß 😊

Das dritte große Thema, über das mir Anna einiges Berichten konnte, war das Teamcoching. Hierbei ging es vor allem um verschiedene Möglichkeiten, wie man ein Team zusammenbringen kann, bzw. die Teamarbeit stärken kann, aber auch in Streit Situationen als Mentor unterstützen kann.

Vor meiner Mittagspause ging es für mich noch zu Monika. Sie ist für das Projektmanagement bei ESN zuständig. Wenn jemand ein neues Projekt starten möchte, als Beispiel die Anschaffung einer neuen Maschine, gibt es speziell entwickelte Leitlinien mit Leitfäden, die die Umsetzung eines Projektes erleichtern, aber auch für einen einheitlichen Projektvorgang in der Firma sorgen.

Am Nachmittag ging es für mich wieder zu Petra. Heute beschäftigten wir uns vor allem mit dem Ausscheiden oder Entlassen von Mitarbeitern. Welche Zeiträume und Vorschriften bei Kündigungen beachtet werden müssen. Zum Schluss erhielt ich noch einen kurzen Einblick in die Struktur des Personalmanagements. In einer gemeinsamen Abschlussrunde konnten wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren lassen.

Zum Schluss können wir sagen, dass wir eine unglaublich spannende Zeit bei ESN gehabt haben. Die ganzen Abläufe und Planungen waren super organisiert und wir hatten immer das Gefühl, willkommen zu sein. An alle die uns diese zwei wundervollen Tage ermöglicht haben, nochmal ein herzliches Dankeschön!!!


Jobentdeckerinnen 2019- Let´s Rock

Zum Abschluss des Jobentdecker Projektes ging es für Jule Ann- Kathrin und mich nochmal zu einem wirklich besonderem Freizeiterlebnis in unserer Region, dem „Heilig Länder Rock Festival“.

Plakat des Heilig Länder Rock Festivals 2019

Bereits zum 10. Mal fand in diesem Jahr, das Festival für alle Rock- Liebhaber in Breitbrunn statt. Vorerst aber auch zum letzten Mal. Auf zwei Bühnen verteilt, gibt es 9 Stunden lang Rockmusik vom feinsten. Wer Cover Lieder sucht ist hier fehl am Platz, denn alle Bands, die nebenbei erwähnt aus Franken stammen, präsentieren ausschließlich ihre eigenen Songs. Viele von den Bands sind keine Unbekannten in der Rock- Szene. Die Band „Eskalation“ z.B. geht demnächst sogar auf eigene Tour.

       Die Organisation für das nächste Heilig Länder Rock Festival, startet bereits schon am Abend des Letzten

                                                                             Organisator

Nach einem kurzen Gespräch mit zwei Verantwortliche aus dem Organisationsteam gab es gab es für uns die Backstage-Pässe, mit denen wir uns den ganzen Abend frei auf dem Gelände überall hinbewegen konnten, sowie die passenden Festival- Armbänder. So konnten wir perfekt ausgestattet in den Abend starten.

Festival Armbänder

Unser erster Stopp als Jobentdeckerinnen mit Backstage- Ausweisen machten wir auf der Hauptbühne, um ein paar Fotos für Instagram zu machen und etwas Bühnenluft zu schnuppern, bevor die ersten Gäste ankommen.

Um 18:30 Uhr startet das Festival, gleich mit der vollen Ladung Rockmusik. Jede Band spielte ungefähr eine dreiviertel Stunde, danach gab es immer eine 15-minütige Umbaupause. Die Zeit konnte genutzt werden, um sich von der doch recht lauten Musik etwas zu regenerieren. Für all diejenigen die immer noch nicht genug bekommen konnten, spielte eine Band in der Vorhalle weitere Rock Klassiker.

Es ist auf jeden Fall mal eine Erfahrung wert, auf ein Festival zu gehen, wo die Musikrichtung nicht unbedingt der eigenen entspricht. Trotz allem hatten wir einen schönen Abend zusammen.

Das Heilig Länder Rock Festival, ist auch das Ende des Jobentdecker Projektes 2019 und hat es quasi ausklingen lassen. Nach spannenden und erlebnisreichen Wochen, mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen kann man schlussendlich sagen, dass wir vier Jobentdeckerinnen das Jobentdecker Projekt Wort wörtlich „gerockt“ haben. 😊


Autohaus Dietz- Mobilität im Alltag

Mobilität im Alltag ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit geworden. Passend zu diesem Thema, durfte ich in dieser Woche, als Jobentdeckerin beim Autohaus Dietz, in den Beruf des „Automobilkaufmanns“, bzw. der „Automobilkauffrau“, sowie in die Arbeit im Freizeitcenter reinschnuppern. Diesen Berufsfeldern liegt die Mobilität quasi zugrunde.

Das Autohaus Dietz existiert bereits seit den 1960- Jahren. Die Brüder Heinz und Jürgen Dietz führen die Firma mittlerweile bereits in der zweiten Generation sehr erfolgreich weiter. Neben der eigentlichen KFZ- Werkstatt und Lackiererei, in der Jule zu Beginn der Sommerferien bereits als Jobentdeckerin unterwegs war, gibt es auch noch eine eigene Tankstelle, einen Freizeitcenter, der sich auf Reisemobile spezialisiert hat, sowie einen neuen Ausstellungsraum für die Autos der Firma Opel, der erst 2019 fertiggestellt wurde.

Meine Arbeitstage gingen jeweils von 8:00- 17:00 Uhr. Am ersten Tag führte mich Christina Heim erstmal über das ganze Firmengelände und zeigte mir die oben genannten Bereiche. Meinen ersten Arbeitstag verbrachte ich am Arbeitsplatz des Verkaufsleiters Johannes Rödel. Ihm durfte ich bei seiner Arbeit als gelernter Automobilkaufmann, mal über die Schulter schauen. Nach einer kurzen Einführung in die verschiedenen Arbeiten ging es auch schon los und der erste Kunde kam. Die Aufgaben des Automobilkaufmanns sind es, zusammen mit dem Kunden ein passendes Auto zu finden und einen entsprechenden Finanzierungsplan dafür auszuarbeiten. Dank Online- Programmen ist leicht einsehbar, welche Autos momentan verfügbar sind, oder was die alten Autos der Kunden wert sind. Auch Informationen zur Ausstattung oder Technik der Wägen sind leicht zu bekommen. Die meisten Kunden, die ein Auto kaufen, waren bereits vorher schon ein paar Mal im Autohaus, um sich beraten zu lassen, sich verschiedene Autos anzusehen, oder einmal Probe zu fahren. Viele Kunden informieren sich heutzutage aber zuvor bereits im Internet. Einige der Käufer möchten ihren alten Wagen gerne in Zahlung geben und den Gewinn davon auf das neue Auto anrechnen lassen. Hier ist es die Aufgabe des Verkäufers einen möglichst zufriedenstellenden Erlös des Autos, dem Kunden anzubieten. Bei der Arbeit ist also vor allem Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Kunden gefragt.

Die Ausbildung zum Automobilkaufmann bzw. zur Automobilkauffrau dauert 3 Jahre. Eine solche Ausbildung kann ich jedem empfehlen, der sich für Autos und die dazugehörige Technik interessiert und gerne mit Menschen im direkten Kontakt zusammenarbeitet. Als weitere Fähigkeiten sind Planung und Kalkulation gefragt, sowie das Anpassen auf immer neue Situationen, denn nicht jeder Autoverkauf läuft immer gleich ab. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man zwischen 500-890€ bis zum dritten Ausbildung Jahr kann sich das Gehalt auf bis zu 1120€ steigern.

Meinen zweiten Arbeitstag habe ich im Freizeitcenter des Autohauses, in der Reisemobilvermietung bei Martina Baum verbracht. Martina kümmert sich vor allem um die Vermietung und Buchungen der 15 Wohnmobile. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Arbeit mit Kunden, entweder am Telefon oder persönlich. Ein Kundentermin bezüglich einer Wohnmobilvermietung läuft folgendermaßen ab: Der Kunde wird zuerst einmal über verschiedenen Bedingungen bezüglich der Wohnmobilvermietung aufgeklärt und unterschreibt dann verschiedene Dokumente, wie die Datenschutzerklärung und den Mietvertrag. Im Anschluss daran geht es raus zum Wohnmobil. Martina erklärt den Kunden die verschiedenen Funktionen im und außerhalb des Reisemobils. Danach wird das Fahrzeug noch auf Kratzer, Dellen oder sonstige Mängel geprüft, bevor es für den Kunden endlich los in den Urlaub gehen kann.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Arbeit im Autohaus sehr abwechslungsreich ist, da man immer wieder mit verschiedenen Kunden zu tun hat und keine Übergabe, oder kein Verkauf gleich ist. Ich durfte zwei spannende Tage erleben, in denen ich einen guten Einblick in die verschiedenen Aufgaben der Mitarbeiter erhalten habe.


Ein tierischer Spaziergang

Nach einer arbeitsreichen Woche ging es für Jule und mich gestern zu einem tierischen Freizeitangebot in unserer Region.

Die Tiere, um die es sich handelt, sind auf dem Lipka- Hof in Weißbrunn zu Hause. Aus ihrem sehr weichen Fell, in das man sich am liebsten hineinlegen möchte, werden verschiedene Kleidungsstücke wie Socken, Mützen, Handschuhe, aber auch Pullover und T-Shirts gefertigt. Die Produkte sind gerade deswegen so beliebt, weil sie Schweißgeruch nicht aufnehmen und das Schwitzen verringern, bzw. starkes Schwitzen vermeiden. Das Tier, welches aus der Familie der Kamele stammt, kommt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Die Lebenserwartung liegt bei 20 -25 Jahren. Die langen dünnen Beine, sowie ein langer dünner Hals, sind äußere Merkmale dieser Tiere.

Um welches Tier handelt es sich nur?

 Die richtige Antwort ist, das Alpaka.

Für uns beide ging es in dieser Woche also zu einer Alpaka- Trekking Tour, in der Nähe des Steigerwalds, bei der man mit flauschigen Alpakas spazieren geht. Zuerst durften wir die süßen Tiere kennenlernen und natürlich die Alpakas auch uns. Damit jeder weiß, mit wem man es zu tun hat. Als Alpaka- Führer, erhielt jeder ein Alpaka für die Wanderung zugeteilt. Ich hatte Cookie. Er hat dunkelbraunes Fell und ist mit einem Stockmaß von ungefähr 80 cm noch relativ klein. Im Laufe der Jahre erreichen Alpakas ein Stockmaß von ungefähr 100 cm und ein Gewicht zwischen 50-70kg. 

Zwischen Jule und ihrem Alpaka Pulli, beide hatten ungefähr dieselbe Haar-bzw. Fellfarbe, war es quasi Liebe auf dem ersten Blick.                                 Zu beginn der Wanderung, ging es an einem Weg entlang, an dem relativ viel saftiges Gras wächst, für die Alpakas ein absolutes Paradies. Ans weiterlaufen war da vorerst gar nicht zu denken. Alle Alpakas bevorzugen es, lieber stehenzubleiben und zu futtern, anstatt weiterzugehen. Die Hauptnahrungsquellen der Tiere sind Wasser, Gras und Heu. Alpakas sind relativ einfach was das Essen, aber auch die insgesamte Haltung der Tiere angeht. Gerade deswegen werden Alpakas als Haustiere immer beliebter. Nach dem wir den Weg mit dem saftigen Gras hinter uns gelassen hatten, ging es in einen kleinen Wald. Von dort aus wurde unser Gang zügiger, da es weniger Ablenkungsmöglichkeiten, in Form von Nahrungsquellen für die Alpakas gab. Jedoch hatten nicht immer alle Lust weiterzulaufen. Im Normal Fall führen die großen Leittiere die „Karawane“ an, doch diesmal mussten ganz oft die kleineren vorne her Laufen und die größeren hinterher.

Zwischendrin haben wir immer wieder versucht Fotos und Selfies mit unseren Alpakas zumachen. Cookie war er der Typ, der lieber von der Kamera wegschaut als in die Kamera. Pulli hingegen entwickelte sich zu einem richtigen Insta- Alpaka, das gerne zusammen mit Jule in die Kamera schaute.

Kurz bevor es wieder zurück in den Stall ging, gab es noch eine kleine Rast an einer Art „Matschstelle“, wo sich die Alpakas drin rumwälzen können. Aufgrund der Hitze war der Boden sehr trocken und es staubte gewaltig, das machte den Alpakas jedoch nichts aus und ihnen war anzusehen, dass sie sichtlich Spaß hatten.

Im Laufe des Rückweges stellten wir uns die Frage, ob Alpakas auch rennen können. Die Antwort ist ja. Jule probierte es aus und rannte los, Pulli ihr nach. Für zwei weitere Alpakas war das scheinbar das Startsignal, den sie rannten den beiden zusammen mit ihren Führern bis zur Weide hinterher, wo gleichzeitig auch das Ende der Führung war. Das Fazit dieser Aktion: Alpakas können verdammt schnell rennen. Im Anschluss an die Führung gab es noch die Möglichkeit selbstgefertigte Alpaka- Produkte wie Seife, die gerade wegen des hohen Keratin- Gehaltes so beliebt ist, im dazugehörigen Hofladen zu erwerben.

Die Alpaka Trekking- Tour war auf jeden Fall ein tierisches Abenteuer mit vielen Kuscheleinheiten und auch sicherlich eines der Highlights als Jobentdeckerinnen. Am liebsten hätten wir uns ein kleines, süßes Alpaka für den Garten mitgenommen, doch irgendwann mussten wir dann doch Abschied nehmen. Auch für Jule hieß es nach diesem Ausflug Abschied nehmen, denn sie ist nun am Ende ihres spannenden vierwöchigen Jobentdeckerprojektes angekommen.


Zu Gast in den Haßberg- Kliniken

Nach einem sehr spannenden Tag bei Radio Primaton, ging es für Jule und mich in dieser Woche sofort mit dem nächsten Jobentdeckereinsatz weiter. „Einsatz“ ist zugleich auch ein markantes Stichwort für unseren nächsten Einsatzort, den Haßberg-Kliniken. Tag täglich zeigen hier Ärzte, Krankenschwester, Hebammen, Therapeuten und viele mehr, ihren vollen Einsatz, indem sie sich um die Patienten kümmern. Für uns beide war es das erste Mal, als Jobentdeckerinnen im Bereich „Gesundheit und Soziales“ aktiv zu sein, was die Vorfreude natürlich gesteigert hat. Jule war während der zwei Tage auf der Akutgeriatrie, die erst seit 2014 Teil des Haßfurter Krankenhauses ist, zu Gast. Ich hatte mich bereits davor schon für die Gynäkolgie und Geburtsstation entschieden.

Die Haßberg-Kliniken mit seinen Standorten in Haßfurt (150 Betten) und Ebern (70 Betten), existieren bereits seit 1945. Ab 2007 gibt es zudem eine zentrale Patientenaufnahme, die mit den neusten Standards der Technik ausgestattet ist. Die sogenannte ZPA dient den Patienten als Anlaufstelle für sowohl ambulante als auch stationäre Fälle. Neben den bereits oben genannten Stationen hat der Stützpunkt Haßfurt noch zwei weitere, die „Allgemein- und Unfallchirurgie“, sowie die Station für „Inneres und Anästhesie“

Nach einer kurzen Einführung in die Regeln und Verhaltensweisen des Krankenhauses, ging es für uns beide direkt mit unserem ersten Arbeitsschritt los: Das Ankleiden. Für ein Praktikum im Krankenhaus gehört es sich, auch entsprechende Kleidung zu tragen, die uns vom Krankenhaus freundlicherweise bereitgestellt wurde. Neben weißen Hosen, sowie weißen Oberteilen, machte ein entsprechendes Namensschild unseren „Look“ perfekt.

Nach dem Ankleiden ging es dann für uns endlich auf die Stationen. Gleich am ersten Tag machte die Geburtsstation mit vier neuen Erdenbewohnern ihrem Namen gleich alle Ehre, der zweite Tag lief in dieser Hinsicht ehr etwas ruhiger ab. Zu meinen Aufgaben in den zwei Tagen gehörten vor allem, das Vorbereiten von leeren Zimmern für neue Patienten, das auffüllen von verschiedenen Pflegeprodukten, sowie das holen von Medikamenten und sonstigen Dingen von anderen Stationen. Wenn ein Patient um Hilfe „Klingelte“, konnte ich auch hin und wieder mal selbst bei kleineren und größeren Anliegen helfen. Das klingt auf den ersten Blick etwas langweilig. Die meiste Zeit jedoch durfte ich die Schwestern bei ihren Tätigkeiten begleiten, zuschauen und mit kleinen Aufgaben, wie Blutdruck messen behilflich sein. Es ist natürlich logisch, dass mir als Praktikantin für zwei Tage irgendwo die Hände gebunden sind. Trotz allem finde ich es sehr interessant, vieles verschiedene einfach mal miterlebt zu haben. Und ich kann sagen, dass ich am Ende der beiden Tage, die Station und Ihre Aufgaben gut kennen gelernt habe. Wer sich für den Beruf der Hebamme entscheidet macht momentan noch eine dreijährige Ausbildung an einer speziellen Hebammenschule. In den kommenden Jahren soll es aber auch einen speziellen Studiengang für Hebammenanwärter geben. Im ersten Ausbildungsjahr liegt das Gehalt bei ca. 980€ im dritten Jahr sind es bereits ca. 1140€. Wer sich für den Beruf der Hebamme entscheidet, sollte die Arbeit mit Medikamenten mögen, gerne Verantwortung für andere übernehmen, Spaß am direkten Umgang mit Menschen haben und sich nicht vor Blut etc. ekeln.

In der Mittagspause holte uns Frau Kramer ab, die für die Öffentlichkeitsarbeit im Krankenhaus zuständig ist. Nach einem sehr schmackhaften Mittagessen, gab es für uns dann noch eine kleine Führung durch das Haus, bevor es für uns wieder zurück auf die Stationen ging….

Ich durfte die Zeit in den Haßberg-Kliniken in der Akutgeriatrie verbringen. Dieser Bereich bemüht sich Senioren zur Genesung zu helfen und sie vor allem auch auf das selbstständige Leben nach dem Krankenhausaufenthalt vorzubereiten. Die Akutgeriatrie hilf den Patienten Selbstständigkeit zu erhalten, ihre Pflegebedürftigkeit zu reduzieren, gesundheitliche Beschränkungen auszugleichen, Krankheiten zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu steigern. Der Tagesablauf wird in diesem Bereich an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst, bis auf festgelegte Aktivitäten zu bestimmten Tageszeiten, es gibt auch Gruppentherapien wie Kochen und Backen, Musik- oder Gedächtnistraining, welche die Ergotherapeuten durchführen. Eine Ergotherapeutin durfte ich über die zwei Tage bei einigen Aktivitäten begleiten. Begonnen mit einer Gruppentherapie, welche Gedächtnistraining beinhaltete. Den Patienten wurden Worte, die zum Thema Sommer und Urlaub passten gezeigt und sie durften reihum Wörter aus derselben Wortfamilie nennen oder überlegen, was man beispielsweise im ,,Meer“ alles machen kann. Diese Übung unterstützt die kognitive Leistung der Patienten und bringt sie auf kreative Weise dazu, nachzudenken und ihr Gehirn zu trainieren. Dann durfte ich einen Test mit einem neu angekommenen Patienten machen, der seine kognitive Leistung gleich zu Beginn testen soll. Die Fragen sind von sehr leicht bis zu etwas anspruchsvoll und meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Eine weitere Aufgabe der Therapeuten ist es zu schauen, wie mobil die Patienten sind und ob Transfertraining nötig ist. Mein letzter Einsatz am ersten Tag bestand darin zu Patienten ins Zimmer zu gehen und Einzelübungen zu machen, die das räumliche Vorstellungsvermögen, Sprachfindung oder wieder kognitive Fähigkeiten trainieren sollen.

Tag 2 begann etwas früher aber auf meinen Wunsch hin mit Wasch- und Anziehtraining, was den Patienten helfen soll wieder Selbstständigkeit zu erhalten. Das erleichtert ihnen die Heimkehr. Um 08.00 war Übergabe der Therapeuten von Patienten aus der Nachtschicht an die Frühschicht. Dabei wurden wichtige Informationen oder Auffälligkeiten ausgetauscht, um den Therapeuten am nächsten Morgen den reibungslosen Einstieg zu ermöglichen. Mit dem am Vortag angekommenen Patienten machten wir einen weiteren, etwas längeren und anspruchsvolleren Test, um die Leistung seines Gedächtnisses noch besser einordnen zu können. Spaßeshalber habe ich leise mitgemacht und hatte auch nicht volle Punktzahl. An dem Tag bekam ich auch stärker mit, wie viel Zeit jedem Patienten geschenkt wurde. Wir waren in jedem Zimmer 30-75 Minuten, haben uns mit den Leuten unterhalten und sind auf Wünsche eingegangen. Bei 16 Patienten pro Therapeuten füllt das den 8-9 Stunden Tag gut. An meinem Tag 2 durfte ich auch bei Motorikübungen zuschauen und ich bekam von dem super freundlichen Patienten sogar die Erlaubnis Bilder und Videos zu machen, was im Krankenhaus gar nicht so typisch oder einfach ist. Mit dem Zusammenschreiben der Ergebnisse der Gespräche, Tests und Übungen endete auch mein zweiter Tag.

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir eine schöne Zeit im Krankenhaus hatten und auch vieles neues dort sehen und lernen durften. Vielen Dank für das Erlebnis.


Meine Erste Woche als Jobentdeckerin startet

Salut ihr Lieben,

mein Name ist Madleine Schor und in ich darf in den diesjährigen Sommerferien als Jobentdeckerin durch unseren schönen Landkreis Haßberge touren. Auf meiner Reise darf ich dabei verschiedene Berufsfelder und Firmen kennenlernen und nebenbei auch noch ein bunt gemischtes Programm an Freizeitangeboten in unserer Region testen.

Mein erster Stopp führte mich zu der Metallbaufirma Haga in Hofheim. Die Haga GmbH wurde vor über 40 Jahren vom Geschäftsführer Norbert Rumpel gegründet. Von einem kleinen Unternehmen, das in einer Garage ihren Ursprung hatte, hat sich die Haga im Laufe der Jahre zu einem der Marktführer in der Metallbranche etabliert. Doch trotz des Wachstums der Firma, die mittlerweile auf drei Standorte in ganz Deutschland verteilt ist, ist der Kern des Unternehmens erhalten geblieben und auch heute noch ist die Haga ein echtes Familienunternehmen, was vor allem am familiären Umgang unter den Mitarbeitern deutlich wird.

Mein erster Arbeitstag, der ganz unter dem Motto „Haga entdecken“ stand, startete Dienstagmorgen um 8:00 Uhr. Nachdem mich Daniela Rumpel, die für die Organisation in der Haga verantwortlich ist, in Empfang genommen hatte und wir die wichtigsten Details für die nächsten zwei Tage besprochen hatten, führte Sie mich erst einmal über das ganze Firmengelände. Dabei wurde mir bewusst, wie groß das Anwesen wirklich ist und wie schnell man sich dort verlaufen kann. Ich schaute sowohl in der kaufmännischen als auch technischen Abteilung vorbei, wo mir viel über die vergangenen Projekte der Haga berichtet wurde. Neben nationalen Aufträgen ist die Firma auch immer wieder an internationalen Projekten, wie z.B. in Kuwait, England oder Portugal beteiligt. Der Leiter des Technischen Bereiches, Herr Achim Zippel, erklärte mir, wie einzelne Pläne in 2D oder 3D umgewandelt werden. Danach durfte ich mich selbst beim Zeichnen am PC ausprobieren.

Das ich mir einen besonders guten Zeitraum für das Praktikum ausgesucht habe merkte ich bereits am ersten Tag, einer der Mitarbeiter hatte Geburtstag und es gab Eis und auch am zweiten Tag wurde es nicht schlechter, denn es stand Mitarbeitergrillen auf dem Plan. So macht Arbeiten auf jeden Fall Spaß.

Wo am ersten Tag mehr Theorie war, stand am zweiten Tag die Praxis im Vordergrund. Ich startete ohne großes Vorwissen über den Beruf des Metallbauers in den zweiten Tag. Dazu gehört es auch, dass mein Arbeitstag bereits um 6:00 Uhr begonnen hat, was zunächst etwas ungewohnt war. Man ist da mit dem Schulstart um 8:00 Uhr doch schon ganz schön verwöhnt. Mein Tag war so strukturiert, dass ich jeweils immer ungefähr 1 ½ Stunden in den einzelnen Fertigungsbereichen verbracht habe und im Anschluss in den nächsten gewechselt bin, sodass ich am Ende des Tages alle Produktionsschritte, die zum Bau von Fenstern und Türen notwendig sind einmal durchlaufen bin. Nachdem mir die einzelnen Mitarbeiter immer kurz die Arbeitsschritte erklärt haben, durfte ich selbst loslegen. Vom Zusägen der einzelnen Teile per Maschine, über das festschrauben von Fensterteilen bis hin zum Schlussendlichen verpacken der fertigen Teile durfte ich tätig werden. Gerade beim Anbringen des Gummis im Fenster oder Türrahmen sind kleine Tricks und Kniffe sehr hilfreich, die man nach ein paar Versuchen aber sehr schnell drauf hat. Für alle meine Fragen standen mir die Mitarbeiter jederzeit gerne zu Verfügung.

Die Ausbildung zum Metallbauer, zur Metallbauerin dauert 3 ½ Jahre. Im Laufe der Ausbildung entscheidet man sich dann für eine von drei Richtungen: Nutzfahrzeugbau, Metallgestaltung oder Konstruktionstechnik. Um die Ausbildung erfolgreich beenden zu können, müssen 2 Gesellenprüfungen absolviert werden. Das Gehalt eines Metallbau-Azubis steigt von Jahr zu Jahr. Sind es im ersten Jahr rund 300- 700 Euro können es im vierten Jahr bereits zwischen 470 und 820 Euro sein, das ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Ich kann den Beruf des Metallbauers jedem empfehlen, der Handwerklich geschickt ist, gerne mit Technik arbeitet und kein Problem hat, eine Aufgabe über einen längeren Zeitraum immer wieder zu wiederholen.

Ich persönlich war sehr überrascht, wie viele verschiedene Arbeitsschritte für den Bau von einem Fenster oder einer Tür notwendig sind. Metallbauerin als späteren Beruf für mich selbst könnte ich mir zwar nicht vorstellen, aber für alle die sich für diesen Beruf interessieren kann ich die Haga als Ausbildungsplatz auf jeden Fall weiterempfehlen. Alle Mitarbeiter sind sehr nett und lustig, es wird also nie langweilig. Ich persönlich würde mir für das von Männern dominierte Berufsfeld wünschen, das sich in Zukunft mehr Frauen für diesen Beruf entscheiden würden.

Ich bin schon mal gespannt was mich in den nächsten Wochen so erwarten wird. Bis dahin alles Gute.

Eure

Madleine